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Hubschrauber versorgen havarierte 'Costa Allegra'

29.02.12 19:55
Hubschrauber versorgen havarierte 'Costa Allegra'
Nach einem Brand an Bord wird die komfortable Kreuzfahrt auf der 'Costa Allegra' für die Passagiere zum Horrortrip.

Ankunft auf Seychellen-Insel Mahé verzögert sich


Die Ankunft des havarierten Kreuzfahrtschiffs 'Costa Allegra' auf der Seychellen-Hauptinsel Mahé im Indischen Ozean wird sich leicht verzögern. "Der Grund ist schlicht und einfach, dass der Wellengang ein bisschen stärker geworden ist. Wir hatten vorher eine Geschwindigkeit von sechs Knoten, jetzt haben wir knapp fünf", sagte der Sprecher von Costa Kreuzfahrten in Deutschland, Werner Claasen. "Alles läuft aber absolut wie geplant."

Das nach einem Brand manövrierunfähige Schiff wird laut Claasen von einem französischen Fischtrawler geschleppt. "Ein Marineboot und zwei Schlepper eskortieren das Schiff", sagte er. Per Helikopter brachte die Reederei diverses Versorgungsmaterial auf das Schiff.

"Darunter einen elektrischen Generator, einfach um Strom herstellen zu können", berichtete Claasen. "Aber auch Lebensmittel, Batterien für Handys und Taschenlampen, Plastikgeschirr und verschiedene Medikamente." Von Notfällen sei ihm nichts bekannt. "Wir wissen nur, dass es allen gut geht und es keinerlei Verletzte oder andere Vorfälle an Bord gibt."

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Reederei bucht Heimflüge für Passagiere

Techniker wollten versuchen, mit dem kleinen Generator zumindest die Toiletten wieder in Betrieb zu nehmen. "Die Mannschaft wird alles tun, um die Situation an Bord komfortabler zu machen", hieß es von der Reederei in Genua. Im heißen und feuchten Klima sorge wenigstens der leichte Fahrtwind dafür, dass es für die Reisenden etwas angenehmer sei. "Weil die Klimaanlage nicht funktioniert, gehen die wenigsten in ihre Kabinen", berichtete Claasen.

"Die Wärme mit 30 Grad draußen ist erdrückend, aber im Inneren muss es noch schlimmer sein», wurde der Kapitän des französischen Trawlers 'Trevignon', Alain Derveute, auf der Internetseite des privaten Fernsehsenders 'Tgcom' zitiert. "Wir wissen, das sind Gewässer, in denen Piraten operieren", sagte er. Aber die Passagiere seien sicher, neun Marinesoldaten seien an Bord der 'Costa Allegra'.

Für die Passagiere sind nach Angaben der italienischen Reederei indes mehrere hundert Heimflüge gebucht worden. Bei einer Befragung erklärten mehr als 250 Passagiere, sie wollten schnellstmöglich von Mahé aus die Heimreise antreten. Über 370 Passagiere hätten sich dagegen entschieden, auf Kosten des Unternehmens auf den Seychellen in hochklassigen Hotels weiter auszuspannen.

Die Havarie der 'Costa Allegra' trifft erneut ein Kreuzfahrtschiff jener italienischen Reederei, der auch das Unglücksschiff 'Costa Concordia' gehört. Das Feuer im Maschinenraum der 'Costa Allegra' hat auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen am Montag zwar niemanden verletzt. Die mehr als 1.000 Menschen fuhren anschließend aber ohne Klimaanlage und funktionierende Stromversorgung durch die Tropen. Ihre 26-Tage-Seereise sollte von Mauritius über Madagaskar durch den Suezkanal bis Savona in Italien führen.
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