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Syrische Soldaten erschießen Flüchtlinge an türkischer Grenze

09.04.12 21:41
Flüchtlingscamp an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei
Unmittelbar an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien befinden sich Flüchtlingslager.

Zwei Tote, elf Verletzte


Direkt an der syrisch-türkischen Grenze verschärft sich die Lage weiter: Erstmals sind im Syrien-Konflikt mehrere Menschen auf türkischem Staatsgebiet durch Schüsse verletzt worden, als Truppen des Assad-Regimes über die Grenze hinweg das Feuer auf Flüchtlinge eröffneten. Zudem seien auf syrischer Seite mindestens zwei Menschen getötet und insgesamt elf weitere verletzt worden, berichteten türkische Fernsehsender.

Auf der syrischen Seite der Grenze war es zu Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen der oppositionellen Freien Syrischen Armee gekommen. Bewohner eines in der türkischen Provinz Kilis unmittelbar an der Grenze gelegenen Flüchtlingslagers hätten den Rebellen zur Hilfe kommen wollen, als diese unter Feuer gerieten.

Unter den Verletzten sei auch ein türkischer Staatsbürger, der auf türkischem Gebiet getroffen worden sei, teilten die Behörden mit. Er habe in dem Flüchtlingslager als Übersetzer gearbeitet. In der Türkei halten sich insgesamt fast 24.700 syrische Flüchtlinge auf, wie das Außenministerium in Ankara mitteilte.

Die Türkei richtete eine scharfe Warnung an das syrische Regime. Die Angriffe müssten umgehend gestoppt werden. Der Zwischenfall schlage ein neues Kapitel in dem Konflikt auf, zitierte das türkische Staatsfernsehen ‘TRT‘ einen Sprecher des Außenministeriums in Ankara. Die Türkei verstärkte ihre Truppen in dem Gebiet. Die Türkei werde darauf mit geeigneten Maßnahmen reagieren.

Die USA haben den Beschussdes türkisches Flüchtlingslagers durch syrische Truppen ebenfalls scharf verurteilt. Dies bedeute, dass das Regime nicht gewillt sei, die versprochene Waffenruhe einzuhalten, sagte die Sprecherin im US-Außenministerium, Victoria Nuland

Video

Berichte über Massenhinrichtungen

Die Hoffnungen auf eine Waffenruhe in Syrien rücken unterdessen in weite Ferne. Zwei Tage vor Beginn der vereinbarten Feuerpause stellte das Regime von Präsident Assad sowohl die Vereinbarung als auch den Zeitplan infrage. Ein Sprecher des Außenministeriums verlangte schriftliche Garantien des UN-Sondergesandten Kofi Annan. Demnach sollen auch die als "bewaffnete Terror-Gruppen" bezeichneten Oppositionskräfte die Gewalt in jeder Form beenden.

Ein Sprecher der oppositionellen Freien Syrischen Armee erklärte, nur der internationalen Gemeinschaft aber nicht der Regierung in Damaskus würden Garantien gegeben werden. Oberst Riad al-Asaad sagte dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira: "Das ist eine kriminelle Bande." Deshalb würden dem Assad-Regime keine Garantien gegeben werden.

Aktivisten stellten Videos von angeblichen Massenhinrichtungen ins Internet. Auf den Bildern sind unter anderem 13 Leichen zu sehen, die vor einer Schule im Stadtteil Deir Balba in der Rebellenhochburg Homs liegen. Die Männer sind gefesselt, ihre Augen verbunden. Alles deutet darauf hin, dass sie hingerichtet worden sind. Die Einschüsse sind an der Mauer deutlich zu sehen. Wegen der Medienblockade sind Meldungen aus Syrien von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Der UN-Sondergesandte Annan reagierte "schockiert" auf die jüngsten Berichte. In einer Erklärung, die die Vereinten Nationen in seinem Namen verbreiteten, mahnt Annan das Regime von Assad, sich an seine Versprechen zu halten. Auf die jüngste Ankündigung aus Damaskus, die Waffenruhe an neue Bedingungen zu knüpfen, ging der Sondergesandte der Vereinten Nationen (UN) und der Arabischen Liga nicht ein.

Oppositionelle forderten Annan zum Handeln auf. Er müsse sofort ein Büro in Damaskus eröffnen, um eine Waffenruhe überhaupt überwachen zu können, betonte der politische Aktivist Luaj Hussein. Bislang sei Annans Vorgehen zu langsam gewesen.
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