Jugendreporter macht den Alltags-Test

Corona-Frust und Langeweile: Was hilft Teenagern wirklich?

Corona-Frust und Langeweile: Was hilft Teenagern wirklich?
Corona-Frust und Langeweile: Was hilft Teenagern wirklich? RTL-Jugendreporter 09:56

von Marc Luca Sleegers

Ich bin Marc Luca Sleegers, 16 Jahre alt, und Sohn von RTL-Reporter Thorsten Sleegers. In meiner ersten Reportage als „Jugendreporter“ will ich herausfinden, was wir gegen den Corona-Frust tun können. Die Methoden sind zum Teil echt ungewöhnlich. Das ist nicht nur für Kinder und Jugendliche interessant, sondern auch für alle Eltern. Die können uns dabei nämlich unterstützen – wie, sehen Sie im Video!

"Grübelstuhl" und Lockdown-Tagebuch: Raum für Gedanken

Seit einem Jahr hat sich auch mein Tagesablauf komplett verändert. Kein Treffen mehr mit meiner Clique in der Stadt, Homeschooling statt Präsenzunterricht, und im Moment treffe ich mich immer nur mit einem Freund. Sport geht nur noch zu Hause und nicht mehr im Verein. Das nervt manchmal schon ziemlich, aber ich will auf jeden Fall positiv bleiben und nach vorne schauen. Deshalb habe ich zusammen mit meinem Vater erst mal im Internet nach verschiedenen Strategien geschaut, die mir helfen könnten, in Corona-Zeiten optimistisch zu bleiben.

Etwa der „Grübelstuhl“, ein spezieller Ort im Haus, wo ich täglich fünf Minuten sitzen soll und – möglichst nur dort – auch negative Gedanken zulasse. Danach heißt es dann wieder: aufstehen und was Schönes machen!

Auch ein Lockdown-Tagebuch soll helfen, besser mit der Situation umzugehen. Einfach mal Gedanken von der Seele schreiben. Da war ich allerdings erst einmal ziemlich skeptisch, ob das funktioniert.

Zeit für Familie und Bewegung

Auf jeden Fall ist es echt wichtig, offen für Neues zu sein. Ich habe schon im ersten Lockdown angefangen, meinem Hund Tricks beizubringen. Jetzt üben wir weiter, und er kann immer mehr. Auch das Kochen habe ich für mich entdeckt – mithilfe von YouTube-Tutorials. Das klappt immer besser, und es lenkt ab von der Situation.

In der Familie hat sich auch vieles verändert. Ich verbringe wieder mehr Zeit mit meinen Eltern, und mein Vater hat sogar zusammen mit mir in meinem neuen Zimmer gewerkelt, obwohl er als „Handwerker“ eigentlich zwei linke Hände hat. Das hat totalen Spaß gemacht, außerdem gehen wir beide jetzt auch mal wieder joggen. Mein Vater ist nämlich ebenfalls oft im Homeoffice und hat dann nach Feierabend viel früher Zeit.

Abends oder nachts trainiere ich gerade „luzides Träumen“ bzw. Klarträumen. Das soll das Bewusstsein schärfen, weil man lernt, seine Träume zu steuern – und eine gute Methode sein, um Negatives aus dem Kopf zu kriegen.

Tagesstruktur gegen "Couch Potato"-Effekt

Während unserer Dreharbeiten habe ich mich in Bonn mit dem Kinder- und Jugendpsychologen Michael Winterhoff getroffen. Den kennt Ihr bestimmt aus der ein oder anderen Talkshow im Fernsehen. Dr. Winterhoff hat mir erklärt, was Corona für Kinder und Jugendliche bedeutet. Es gibt nämlich ziemliche viele, die mit der aktuellen Situation schlecht umgehen können und zu „Coach Potatoes“ werden. Dr. Winterhoff sagt, dass wir eine Tagesstruktur brauchen, damit wir nicht so viel rumgammeln oder nur noch vor unseren Smartphones und Spielkonsolen hocken.

Was die einzelnen Methoden bei mir gebracht haben, das seht Ihr in meiner Reportage im Video oben.

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