Corona

Was das für Urlauber auf der Baleareninsel bedeutet

Corona-Zahlen steigen: Wird Mallorca bald zum Hochinzidenzgebiet?

Playa de Palma auf Mallorca
Playa de Palma auf Mallorca im zweiten Jahr der Corona-Pandemie Hochsaison Sommer 2021 © imago images/Chris Emil Janßen, Chris Emil Janssen via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Mitten in der Haupsaison steigen auf Mallorca die Corona-Fälle

Auf der Ferieninsel Mallorca ist gerade Hauptsaison: Tausende Urlauber kommen, um ein paar Tage Sonne, Strand und Meer zu genießen. Doch ausgerechnet jetzt schießen die Corona-Zahlen auf der Insel in die Höhe: Laut „Mallorcazeitung“ liegt die Sieben-Tage-Inzidenz auf der Baleareninsel inzwischen bei 358. Noch gilt Mallorca, sowie der Rest Spaniens offiziell lediglich als Risikogebiet. Aber das könnte sich bald ändern.

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Wird die Insel bald Virusvariantengebiet?
Wird die Insel bald Virusvariantengebiet? Corona-Alarm auf Malle 02:36

Wann wird ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklärt?

Spaniens Nachbarland Portugal beispielsweise ist als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Zum Vergleich: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 222,4 (siehe Grafik). Das Robert Koch-Institut schreibt auf seiner Internetseite, dass die Einstufung als Hochinzidenzgebiet auf der Basis einer zweistufigen Bewertung vorgenommen wird.

„Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab“, gibt das RKI an. Das wäre sowohl für Spanien, als auch für Mallorca aktuell bereits der Fall. Im zweiten Schritt prüfen die Experten dann anhand „weiterer qualitativer und quantitativer Kriterien“, ob dort tatsächlich ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt.

Eine Liste der Länder, die aktuell keine Risikogebiete sind, finden Sie hier.

Droht Mallorca die Einstufung als Virusvariantengebiet?

Theoretisch droht Mallorca sogar die Einstufung als Virus-Variantengebiet, wenn sich die Delta-Variante dort weiter ausbreiten sollte. Das ist auch Portugal schon passiert, bevor das Risiko dort wieder herabgestuft wurde.

Allerdings macht die Deltavariante inzwischen auch in Deutschland einen großen Teil der Neuinfektionen aus, darum wird das immer unwahrscheinlicher. Das RKI erklärt: „Maßgeblich für die Einstufung eines Staates im Ausland als besonderes Risikogebiet aufgrund des Auftretens einer Virusvariante (Virusvariantengebiet) ist die Verbreitung einer Virusvariante (Mutation), welche nicht zugleich im Inland verbreitet auftritt und von welcher anzunehmen ist, dass von dieser ein besonderes Risiko ausgeht“.

Playa de Palma auf Mallorca
Playa de Palma auf Mallorca im zweiten Jahr der Corona-Pandemie - in der Hochsaison Sommer 2021 © imago images/Chris Emil Janßen, Chris Emil Janssen via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Mallorca meldet täglich Hunderte Neuinfektionen

Bis jetzt ist diese Entscheidung für Mallorca noch nicht gefallen. Nach RTL-Informationen von der Ferieninsel wird diese für Freitag erwartet. Aber die Zahlen steigen dort immer weiter. Von Dienstag auf Mittwoch wurden allein auf Mallorca 517 Neuansteckungen registriert, wie die „Mallorcazeitung“ berichtet. Am Vortag waren es 577.

Dabei ist die Delta-Variante inzwischen die am häufigsten nachgewiesene Mutation auf der Insel. Die meisten Menschen infizieren sich inzwischen mit der hochansteckenden Variante.

Bei Einstufung als Hochinzidenzgebiet: Was wird anders für Urlauber?

Aktuell müssen Urlauber, die aus Mallorca zurück nach Deutschland kommen, einen negativen Corona-Test, einen Impf- oder einen Genesenennachweis an das Einreiseportal der Bundesrepublik Deutschland übermitteln. Wer keins der Dokumente vorzeigt, muss sich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben.

Sollte Mallorca bald zum Hochinzidenzgebiet werden, könnte sich das ändern: Urlauber müssen bei der Ankunft in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne gehen. Nach fünf Tagen besteht dann erst die Möglichkeit, sich freizutesten. Nur wer eine vollständige Impfung oder die Genesung nachweisen kann, muss sich nicht isolieren.

Bei einer Einstufung als Virusvariantengebiet müssten sogar alle Rückkehrer 14 Tage lang in Quarantäne. Ein Verkürzen der Quarantäne durch den Nachweis eines negativen Tests, einer Impfung oder Genesung wäre dann nicht mehr möglich.

Was Urlauber sonst noch beachten müssen, haben wir hier für Sie zusammen gefasst.

Mallorca will Coronaregeln verschärfen

Auf Mallorca hatten sich Hunderte Schüler auf Abifahren gegenseitig mit dem Coronavirus infiziert. inzwischen verschärfte die Insel die Coronaregeln wieder etwas. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr geschlossen werden. (jgr)