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Schlittenhunde waren auf ihrem Grundstück vergraben

Zwölf Huskys sterben in überhitztem Transporter - Strafbefehl gegen Besitzerin

Schrecklicher Vorfall in Dobel (Symbolbild)
Die Hundehalterin soll 26 Hunde in nur 18 Transportboxen in einem fast vollständig geschlossenen Transportfahrzeug in Dobel gehalten haben. (Symbolbild) © deutsche presse agentur, R3169 Winfried Rothermel

Auf einem Grundstück im baden-württembergischen Dobel sind zwölf tote Schlittenhunde ausgegraben worden. Das Amtsgericht Calw hat jetzt einen Strafbefehl gegen die Besitzerin erlassen. Die Frau soll im Juli vergangenen Jahres 26 Hunde in nur 18 Transportboxen in einem vollständig geschlossenen Transportfahrzeug gehalten haben. Zwölf der Huskys verendeten dann offenbar, weil die Tiere keine frische Luft und kein Wasser hatten. Zwei weitere Hunde mussten in der Tierklinik behandelt werden.

Tierschutzorganisation PETA stellte Strafanzeige gegen Hundebesitzerin

Die Todesursache sei trotz mehrerer Gutachten noch nicht eindeutig geklärt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde gehe aber davon aus, dass die Vierbeiner an Ersticken und Überhitzung starben. Der 47-Jährigen droht nun eine Strafe von 150 Tagessätzen. Der Vorwurf: ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz in 26 Fällen.

Die Halterin wusste offenbar, dass es nicht erlaubt ist, die Hunde abseits von Transportfahrten in Transportboxen zu halten. Die Tierschutzorganisation PETA hatte über den Fall berichtet. Die Hunde seien erstickt und anschließend vergraben worden, um Untersuchungen zu vermeiden – so der Vorwurf.

Schlittenhund-Verband vermutet Giftanschlag auf die Huskys

Dem Verband Deutscher Schlittenhundesportvereine (VDSV) zufolge hatte die Besitzerin die Tiere ordnungsgemäß in Boxen untergebracht und am Morgen die zwölf toten Hunde entdeckt. Die Huskys könnten laut dem Verband vergiftet worden sein. Gift als Todesursache hielt PETA jedoch für fragwürdig und stellte Strafanzeige. (gsc, mit dpa)

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