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Erfahrungen von Eltern

Eizellspende: Letzte Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch?

Frauen, die nicht auf natürlichem Weg schwanger werden können, kann eine Eizellspende zum Wunschkind verhelfen. Die Spende von Eizellen ist zwar in Deutschland verboten, in vielen anderen europäischen Ländern jedoch erlaubt.
Eizellspende: Letzte Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch © Fotolia

Fast jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos

Wenn es mit dem Wunschkind nicht auf Anhieb klappt, beginnt für viele Paare eine Odyssee: Hormonpräparate, Kinderwunschkliniken, künstliche Befruchtungen, und wenn all das nicht klappt: eine Eizellspende. Für viele ist eine Eizellspende die letzte Hoffnung auf ein leibliches Kind. In Deutschland ist die Behandlung allerdings verboten. Viele Paare gehen deshalb in eine Klinik ins Ausland. Auch Christoph Schmid und seine Ex-Frau sind vor 20 Jahren für ihren Kinderwunsch um die halbe Welt gereist. Mit Erfolg?

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Christoph Schmid mit seiner Ehefrau Claudia. Gemeinsam betreiben sie das Forum www.eizellspende.de © RTL, Privat

„Wir haben verschiedene Kliniken im Ausland nach und nach abgeklappert“, erklärt das Paar. Insgesamt 11 Behandlungen haben sie sich auf ihrer Reise unterzogen. Ihr ständiger Begleiter: Die Hoffnung, dass es bei der nächsten Behandlung endlich klappt. „Man klammert sich dann immer an so einem Strohhalm dran“, sagt Christoph Schmid voller Ehrgeiz. Sieben Jahre haben sie es versucht und ca. 60.000 Euro ausgegeben. Aber hat es sich gelohnt?

In Deutschland ist eine Eizellspende verboten

Laut Embryonenschutzgesetz darf einer Frau in Deutschland nach der künstlichen Befruchtung nur die eigene Eizelle wieder eingesetzt werden - nicht die einer Spenderin. Ärzte, die in Deutschland eine Eizellspende durchführen, machen sich strafbar. Deshalb bliebt betroffenen Paaren nur der Weg ins Ausland. In Ländern wie Polen, Tschechien und der Slowakei, aber auch in Schweden, Frankreich und Großbritannien ist eine Eizellspende erlaubt.

Auch Christoph Schmid und seine Ex-Frau sind für den Kinderwunsch um die halbe Welt gereist: „Es waren ganze sieben Jahre zwischen Bangen und Hoffen.“ Am Ende blieb der Kinderwunsch trotz aller Bemühungen unerfüllt – es hat nicht geklappt. Dennoch möchte Christoph Schmid sich für das Thema stark machen und hofft, dass die Politik versteht, warum Eltern jede Chance auf ein Kind wahrnehmen wollen. Die teuren Reisen ins Ausland und die Sprachbarrieren machen es ihnen nur unnötig schwer.

Christoph Schmid hat deshalb ein Forum gegründet, um anderen Paaren eine Austauschplattform zu bieten. „Ich bin selbst zwar nicht Papa geworden, aber dafür haben viele Paare in unserer Community mindestens 1500 Kinder mit einer Eizellspende auf die Welt bringen können.“ Und allein dieser Gedanke erfülle ihn mit großer Freude.

Inzwischen hat Christoph Schmid eine neue Ehefrau. Gemeinsam wollen sie mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und organisieren in diesem Jahr erstmalig eine Kinderwunsch Messe, die am 17. Und 18. April online stattfindet. Mehr Infos finden Sie hier: www.kinderwunsch-messe.de


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