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First Dates - Ein Tisch für Zwei

First Dates - Ein Tisch für zwei: Interview mit Casting-Chefin Laura Hoppe

Laura Hoppe
Casting-Chefin von "First Dates - Ein Tisch für zwei"

Laura Hoppe, Casting-Chefin von "First Dates - Ein Tisch für zwei"

Laura Hoppe ist Castingchefin von "First Dates" bei der Produktionsfirma Warner Bros. und gibt im Interview einen kleinen Einblick in ihre tägliche Arbeit mit der Liebe.

Wie läuft der typische Bewerbungsprozess bei "First Dates – Ein Tisch für zwei" ab?

Wir bekommen jede Woche ungefähr 300 neue Bewerbungen. Bis es am Ende zum Blind Date im "First Dates"-Restaurant kommt, durchläuft jede Bewerbung einen langen Prozess, bei dem zahlreiche Faktoren verglichen werden. Das fängt mit banalen Angaben wie etwa der Körpergröße und Entfernung zum Datepartner an, beinhaltet aber natürlich auch einen Abgleich der Lebensziele. Des Weiteren werden Vorlieben in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wie Urlaub, Ernährung und Wochenendgestaltung auf Gemeinsamkeiten überprüft. Schlussendlich gehört unsererseits natürlich auch  eine Menge Empathie und Bauchgefühl dazu, wenn es darum geht ein passendes Date zu finden. Dieser ganze Prozess kann manchmal eine Weile dauern, es wird aber jede einzelne Bewerbung akribisch bearbeitet. Wir haben Bewerber, bei denen wir verhältnismäßig schnell passende Dates finden. Bei anderen ist es aufgrund ihres Wohnortes oder spezieller Wünsche an den neuen Partner schwieriger und dann kann auch mal ein Jahr vergehen, bis wir einen passenden Partner finden. Die Liebe ist eben kompliziert. Wäre sie einfach, würde es "First Dates" wahrscheinlich nicht geben.

Was bereitet dir bei deiner Arbeit die größte Freude?

Das Arbeiten mit echten Menschen. Wir fiebern ja auch selbst mit und letztlich gibt es nichts Schöneres, als für die Liebe zu arbeiten. Wir nennen uns selber „Team Love“ und da ist der Name Programm: Jeden Tag arbeiten wir mit sehr viel Liebe und Leidenschaft an diesem Format. Dabei begleitet uns auch immer der Gedanke, dass wir Menschen mit einem Blind Date vielleicht für ihre Zukunft helfen können. Wenn die Leute in das „First Dates“-Restaurant kommen, sollen sie vor allem erst einmal einen schönen Abend und Spaß haben. Daraus kann sich dann vieles entwickeln: eine Freundschaft oder vielleicht sogar eine Beziehung. Dank Thomas und Jördis steht demnächst ja auch schon die erste Hochzeit an und wer weiß – vielleicht gibt es irgendwann auch das erste „First Dates“-Baby.  Ein Teil davon sein zu dürfen, dass diese Menschen so verliebt sind und glücklich in ihre Zukunft starten können, ist das schönste Geschenk für unsere tägliche Arbeit.

Was sind für dich absolute No-Gos bei einem Blind Date?

Das Wichtigste ist, dass man ganz offen in das Date startet. Was überhaupt nicht geht, ist, wenn jemand die ganze Zeit nur von sich redet und den anderen nicht zu Wort kommen lässt. Da muss man schon versuchen, die Waage zu halten. Und auch Leute, die sich direkt wieder umdrehen, wenn sie den Date-Partner an der Bar warten sehen, finde ich höchst uncharmant. Das hatten wir bei "First Dates“ bisher zweimal und ist dem anderen gegenüber sehr verletzend. Ich finde, dass man seinem Gegenüber einfach immer eine Chance geben sollte.  Am Ende wünschen wir uns doch jemanden, der das Herz am rechten Fleck hat – auch wenn er vielleicht nicht wie George Clooney aussieht.

First Dates - Ein Tisch für zwei - Mo. - Fr. 18:00 Uhr.