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Schneller als die Polizei erlaubt

Glatteis: 10 Fahrtipps bei Glätte und Schnee

Tipps zum Fahren bei Blitzeis
Tipps zum Fahren bei Blitzeis Vorsicht glatt! 00:50

Schnee und Glatteis: So kommen Sie sicher ans Ziel

Warum muss denn der Verkehr im Winter immer zusammenbrechen? Das Fahren auf Schnee ist doch gar nicht so schwierig. Es kommt natürlich auf gute Ausrüstung und Vorbereitung an. Alle Tipps zum Überleben in Schnee und Eis.

1. Früher starten

Heute kann niemand mehr behaupten, er hätte den Schneefall ja nicht ahnen können. Man kann den Wetterberichten in Radio, TV und online doch gar nicht mehr entkommen. Wenn also Schnee und Glätte vorausgesagt sind, sollte man früher als sonst aufbrechen, sofern man das Auto nicht stehen lassen kann.

2. Scheiben von Schnee und Eis befreien

Schon vor dem Start kann es zu Verzögerungen kommen! Das Auto muss frei geschaufelt und die Scheiben frei gekratzt werden. Wer nur eine kleine Stelle vom Eis befreit, riskiert ein Bußgeld von 10 Euro. Resultiert daraus ein Unfall, kann dem Fahrzeugführer die Teil- oder auch die alleinige Schuld zugesprochen werden. Auch das Dach sollte schneefrei sein, sonst kann die weiße Pracht während der Fahrt hinunterrutschen und dem Hintermann die Sicht verdunkeln.

Ein Fahrzeug des Winterdienstes streut am 23.12.2012 Salz auf der Autobahn 12 nahe Briesen (Brandenburg). Wegen überfrierender Nässe sind die Straßen im Nordosten gefährlich glatt. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung vor Glatteis herau
Eis und Schnee - immer wieder eine Herausforderung für AutofahrerInnen und den Winterdienst. © dpa, Patrick Pleul

3. Die richtige Kleidung

Wenn Sie einsteigen, sollten Sie den Schnee von Ihren Schuhen abklopfen. Schnee und Eis macht die Sohlen glitschig und Sie könnten von den Pedalen rutschen. Auch wenn’s noch eiskalt ist: Der Sicherheit zuliebe sollten Sie die dicke Daunenjacke ausziehen. Denn sie kann den Wirkungsgrad des Sicherheitsgurtes beeinträchtigen.

4. Hauptstraßen wählen

In ruhigen Wohnstraßen und auf Schleichwegen ist zwar weniger Verkehr, aber sie sind meist nicht geräumt oder gestreut. Auf viel befahrenen Straßen ist meist schon früh morgens der Winterdienst unterwegs. Außerdem sorgen die Autos teilweise selbst dafür, dass Fahrspuren frei werden.

5. Geschwindigkeit anpassen

Sie haben es sicher schon einmal selbst erfahren: Bei Schnee, Matsch und Eis verschieben sich die physikalischen Grenzen. Der Bremsweg wird länger, die Bodenhaftung der Reifen nimmt ab und das Lenkverhalten des Autos verändert sich. Als Faustformel kann gelten: Wenn bei besten Bedingungen auf einer trockenen Freilandstraße 100 km/h gefahren kann, sollten Sie bei Schnee bedeckter Fahrbahn die Geschwindigkeit halbieren, damit der Bremsweg unverändert bleibt. Bei Eis muss man um 70 Prozent langsamer fahren. Vorsichtig beschleunigen!

6. Vorsicht beim Bremsen

Machen Sie zu Beginn der Fahrt einen Bremstest auf gerade, freier Strecke, um die veränderte Reaktion Ihres Autos festzustellen. Bremsen Sie frühzeitig! Vor Kreuzungen, auf Brücken und in Waldstücken ist die Straße besonders glatt. Um bei Autos ohne ABS-System ein Blockieren der Bremsen zu vermeiden, sollte nicht anhaltend, sondern stotternd mit kurzen Tritten auf das Pedal gebremst werden.

7. Vorsicht beim Lenken

Lenken Sie gefühlvoll und vorsichtig. Besonders in Kurven oder beim Spurwechsel können abrupte Fahrmanöver zu einem Ausbrechen des Fahrzeuges führen.

8. Abstand halten

Wegen des verlängerten Bremswegs ist es wichtig, den Abstand auf den Vorausfahrenden zu vergrößern. Fahren Sie besonders vorausschauend, um eventuelle Bremsmanöver früh abschätzen zu können.

9. Räumfahrzeuge nicht überholen!

Auch wenn’s möglicherweise nervt und Sie lange hinter den blinkenden Ungetümen herzockeln müssen: Räumfahrzeuge sollten auf Autobahnen nicht überholt werden. Die Gefahren bei einem solchen Manöver und beim Fahren auf ungeräumter Fahrbahn dürfen nicht unterschätzt werden.

10. Und wenn Sie trotz allem ins Rutschen oder Schleudern geraten?

Fuß weg vom Gaspedal, auskuppeln und in die gewünschte Fahrtrichtung lenken.

Bei Autos mit ABS, ist das Bremsen und gleichzeitige Lenken möglich. Bei Fahrzeugen ohne ABS sollte während des Gegenlenkens nicht gebremst werden.

Der Blick muss immer in die gewünschte Fahrtrichtung gehen. Eine alte Faustregel der Profis lautet: Wohin man blickt, dorthin lenkt man auch.

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