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Sonnenstürme und Aurora borealis

Massive Sonneneruptionen bringen Polarlichter bis nach Deutschland

Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden
Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden Teils viel Regen, Schneeklatsche für die Alpen 00:41

von Karim Belbachir

Die Strahlen zweier großer koronaler Massenauswürfe sind auf dem Weg zur Erde. Wenn sie auf die Erde treffen, werden sie Sonnenstürme auslösen. Als Polarlichter sind sie dann sogar in Deutschland zu sehen. Wir wissen wo.

Im Video: Klarer Himmel oder trübe Aussichten – unsere Wetter- und Wolkenvorhersage

Zwei Koronale Massenauswürfe hintereinander

The Sun unleashed an M-2 (medium-sized) solar flare, an S1-class radiation storm and a spectacular coronal mass ejection (CME) on June 7, 2011. The large cloud of particles mushroomed up and fell back down looking as if it covered an area of almost h
Bei koronalen Masseenauswürfen schleudert die Sonne Plasma ins Weltall. Bei uns kommen diese als Sonnenstürme an. © dpa, NASA

Das Sonnenüberwachungssystem SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) hat am Montag zwei Sonneneruptionen beobachtet, die in unsere Richtung zielten. SOHO ist ein Satellit, der von der NASA und ESA speziell für die Beobachtung unseres Sterns gebaut wurde. Die Mission des Weltraumobservatoriums wurde im Jahr 1995 gestartet für verschiedene Experimente zur Erforschung des Wärmespenders.

SOHO registrierte an der Sonnenfleckengruppe AR12975 gleich zwei koronale Massenauswürfe (CME) hintereinander. Die Sonnenstürme hatten die Stärke von M4.0 und M1.0. Die Sonnenfackeln werden anhand ihrer Stärke eingeordnet. Es gibt die Klassen A, B, C, M und X. Zusätzlich werden die CME noch auf einer Skala von 1-10 anlässlich ihrer Energieabgabe eingeordnet. Ein CME mit der Stärke M4.0 ist also schon recht groß.

Wo sind die Polarlichter in Deutschland zu sehen?

Polarlichter haben den Himmel über Ostdeutschland zum Leuchten gebracht. Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Polarlichter sind auch über Deutschland zu sehen. © DPA

Für die Menschen auf der Erde haben diese Sonnenstürme einen schönen Nebeneffekt. 2 bis 4 Tage nach der Eruption kommt die Sonnenenergie auf der Erde an, also im Bereich 31. März und 1. April. Dann wird die Strahlung von unserem Magnetfeld abgefangen. Man spricht dann von Weltraumwetter. Sichtbar ist es an Polarlichtern, die dann auch weiter südlich zu sehen sind. Auch Deutschland könnte in den Genuss kommen, die Nordlichter oder auch Aurora borealis zu erblicken.

Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Ob es das tut, weiß RTL-Meteorologe Carlo Pfaff: „In der Nacht auf Mittwoch sowie in der Nacht auf Donnerstag bestehen am ehesten im Norddeutschen Flachland sowie an der Küste gute Chancen, dass die Wolken mal länger auflockern und der Blick auf den Himmel zumindest zeitweise frei wird. In der Mitte und im Süden sind bei dichten Wolken die Chancen dagegen praktisch null.“ Den besten Blick kann man also im Norden Deutschlands erhaschen.

Die weiteren Wetterprognosen Blick mit unseren Sternenkarten für Deutschland, Europa und die ganze Welt

Raumsonden helfen Weltraumwetter besser zu verstehen

Sonnenstürme sind die Auswirkungen von koronalen Massenauswürfen auf das Magnetfeld der Erde und ist als Polarlicht am Himmel in den verschiedensten Farben zu sehen. Gerade die erhöhte Aktivität der Sonne führt zu mehr Sonnenstürmen. Das Magnetfeld schützt Lebewesen zwar vor der gefährlichen Strahlung, kann aber im extremen Fall zum Ausfall von Satelliten im Orbit oder elektronischer Geräte auf der Erde führen. Um die Sonnenaktivität und das damit verbundene Weltraumwetter besser zu verstehen, wurden die Raumsonden Parker Solar Probe und Solar Orbiter ausgesandt.

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(kfb)

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