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Doris muss sich entscheiden

Doris muss sich entscheiden

Kurz oder lang?

Wetzlar in Mittelhessen. Vor mehr als 25 Jahren startete Marie Bernal ihren Brautmodenverkauf in ihrem Privathaus. Heute hat sie 300 qm Verkaufsfläche und 15 Mitarbeiterinnen. Eine davon ist Gabi Meyer. Gut, dass Gabi mehr als zehn Jahre Erfahrung als Verkäuferin hat, denn zwei Herzen schlagen in Braut Doris’ Brust. Einerseits möchte sie im Biergarten so richtig abhotten – und das geht natürlich besser in einem kurzen Kleid. Andererseits: Sie heiratet nur einmal und fände die lange Version auch reizvoll. “Ich hätte gern ein längeres Kleid, weil das eleganter ist. Oder so ein halblanges mit Petticoat“, meint Doris. Zunächst darf Doris sich umschauen, um schon mal die Richtung zu finden und dann wird fleißig anprobiert.

Das erste Kleid hat ein schlichtes, schmal geschnittenes Überkleid aus Tüll mit Perlenstickereien. Das Unterkleid ist aus Satin mit Spaghettiträgern und hat vorne und hinten einen V-Ausschnitt. Aber da ist Doris zu schlicht und so geht es weiter zu Nummer zwei. Die fließende A-Linie mit Chiffonoberteil und perlenbesetztem Ausschnitt lässt Doris’ Herz höher schlagen. Die Schleppe kann zum ausgiebigen Tanzen nach oben gebunden werden. Tanzmaus Doris möchte auch bei der Hochzeitsparty mit ihrem Verlobten Marius abrocken. Doch vielleicht ist da ein kurzes Kleid die beste Lösung. Im Schaufenster hatte sie ein Spitzenetuikleid gesehen, welches zwar nicht so elegant wie die zwei Vorgängermodelle ist, dank seiner Dreiviertel-Länge wäre es aber ein guter Kompromiss.

Der Gürtel in Altrosa schafft eine optische Trennung zwischen Rock und trägerlosem Oberteil. Hat Doris ihr Kleid schon gefunden?