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Nur wenige Kleider kommen in die Vorauswahl

Nur wenige Kleider kommen in die Vorauswahl

Saskia ist ein extravaganter Typ

Nauen - vor den Toren Berlins befindet sich das Brautmodengeschäft „Nauener Brautkleider“. Inhaberin Ramona Wegemann setzt ausschließlich auf Einzelstücke, oft aus früheren Kollektionen und damit zu günstigen Preisen. Ramonas heutige Kundin ist eine Bekannte: Friseurin Saskia vom Salon nebenan. Das bereitet der Brautberaterin ein wenig Sorgen: “Heute habe ich wirklich ein flaues Magengefühl, weil sie eine sehr moderne Frau ist und ich weiß nicht, ob ich ihr wirklich gerecht werden kann. Das wäre natürlich total fatal, wenn ich ihr nicht helfen kann. Ich hab deshalb auch was Extravagantes rausgesucht.“

Saskia, die als Doppelgängerin von Gwen Stefanie durchgehen könnte, wünscht sich ein Kleid, das nicht zu glamourös daherkommt. Denn die Feier findet in den Räumen der Dorf-Feuerwehr statt. Obwohl sie ihren Körper aufwändig bemalen ließ, soll es gerne langärmlig sein, um die bunten Arme zu bedecken.
Doch die Auswahl gestaltet sich schwer, denn das eine Modell hat zu viele Punkte, das nächste zu viel Glitzer und die Braut ist nicht überzeugt: “Wenn man so eine genauso Vorstellung hat, würde man die natürlich auch gerne umsetzen.“ Letztlich konnte Ramona nur zwei Kleider finden, die ansatzweise dem entsprechen, was sich Saskia für ihre Vintage-Hochzeit wünscht. Das erste Modell für 250 Euro ist aus Chiffon, hat Spitzenträger und eine Prise Glitzer. Doch das “gewisse Etwas“ fehlt noch bei dem Kleid.