MO - FR I 17:00

Zwischen Tüll und Tränen

Plauderei aus dem Beziehungsnähkästchen

Plauderei aus dem Beziehungsnähkästchen

"Gleich am ersten Abend in ein Stundenhotel ausgeführt"

Wie sagte ein berühmtes "Frauentausch"-Gesicht mal? "Halt, Stopp." Ähnliches schießt dem guten "Zwischen Tüll und Tränen"-Bräutigam Michael wohl durch den Kopf, als sein Herzensmann Heiko bei der Fracksuche aus dem Nähkästchen plaudert. Aus den tiefsten Tiefen des Kästchens, versteht sich.

Auf der Suche nach einem todschicken Hochzeitsoutfit verschlägt es die attraktiven Andersliebenden Michael und Heiko nach Bad Lauterberg. Genauer in ein ganz und gar außergewöhnliches Hochzeitsmodengeschäft, wo Lucardis Feist düster angehauchte Kollektionen an gar nicht so düstere Gesellinnen und Gesellen verkauft. Zwei dieser Dunkelgewandkäufer sind Michael und Heiko, denen Sales-Kraft Natascha heute typgerechte Fräcke verpassen will. Doch bevor die Anprobe überhaupt startet, geht's bereits um Genähtes. Ums Nähkästchen, um genau zu sein. Scheinbar ist Heiko in Plauderlaune und rezitiert frohen Mutes die Kennenlern-Geschichte des sympathischen Paares: "Ich habe einen Typen gedatet. Und der hat mich beim zweiten Date gefragt, ob er einen Freund mitbringen kann. Das war dann der Michael. Dann haben sie am Anfang erzählt: 'Ja, aber der ist heterosexuell.' Dann war das Thema für mich durch. Dann hat Michael gesagt, er möchte mich näher kennenlernen, was mich sehr verwundert hat. Er hat's beim Dartspielen gemacht, was ich dummerweise verloren habe."

So weit, so gut. Für den lächelnden Mann an Heikos Seite der ideale Moment, um das "Privat" in Privatleben adäquat zu betonen. "Stopp. Das reicht jetzt. Jetzt reicht's. Er hat's verloren und dann haben wir uns so kennengelernt", findet er, dass Schweigen auch manchmal Gold sein kann. Nur ist sein Schatz wohl eher der Silberfan. Resolut setzt sich der liebe Frechdachs Heiko einfach über Michaels liebevollen Einwand hinweg: "Und er hat mich dann gleich am ersten Abend in ein Stundenhotel ausgeführt." Hoppla, da ist die Katze wohl aus dem Sack. Ist ja auch nicht schlimm, wie das kollektive Gelächter beweist. Und scheinbar kann auch der lächelnde Michael seinem Herzensmann nicht richtig böse sein. "Ich habe 'Stopp' gesagt. Was verstehst du an 'Stopp' nicht, du Arsch?", will er augenzwinkernd wissen, wie es zu dieser Plapperpanne kam. Aber Heiko ist noch nicht ganz fertig. "Und das war auch total schön", lässt er uns wissen, dass er im Stundenhotel scheinbar jede Stunde, Minute, womöglich sogar Sekunde genossen hat. Ob Heiko noch mehr Details parat hat? Welche Zimmernummer die beiden hatten, ob nachts seltsame Vorkommnisse wie in "The Shining" aufgetreten sind, ob die anderen Gäste so skurril wie die Gestalten aus "Hotel Transsilvanien" waren? Wir werden es wohl nie erfahren, denn Michael kürzt das Ganze in Blumen-und-Bienen-Manier ab: "Und dann waren wir ein Paar. Stopp. Schluss." Eben, Schluss mit dem Tratsch. Es wollen hier ja schließlich noch zwei Fräcke ausgesucht werden.

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