Mo 20:15

Neue Gründer kämpfen um einen Deal

Die Höhle der Löwen 2021: Am 12. April pitchen "Sause", "Bierkruste", "Pinky", "lucky loop" und "Werksta.tt"

Welche DHDL-Investoren steigen bei einem Start-up ein?

In Deutschland landen jährlich 1,7 Mio. Tonnen Backwaren im Müll. Gründer Justus Lauten möchte dagegen etwas tun und hat die "Werksta.tt" entwickelt: eine App, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz eine Verkaufsprognose erstellt. Er und weitere Gründer wagen den Schritt in „Die Höhle der Löwen“, um einen Investor an Land zu ziehen.

"Sause": Brausetabletten für den Seifenspender

"Sause": Brausetabletten für den Seifenspender
"Sause": Brausetabletten für den Seifenspender © "Sause", TVNOW / Bernd-Michael Maur

Aufgewachsen an der Nordsee, haben sich Moritz Simsch und Sebastian Jung schon vor 20 Jahren gemeinsam für den Umweltschutz engagiert. Ein Thema, was die beiden Gründer von „Sause“ bis heute nachhaltig beschäftigt. Mit ihrer Erfindung möchten sie ihren Teil zur Vermeidung von Plastikmüll beitragen und das Konzept Seife nachhaltiger denken. Den Löwen präsentieren sie ihre entwickelten Brausetabletten für den Seifenspender. Die Handhabung ist kinderleicht: Den Seifenspender mit 100 Milliliter Wasser befüllen, Tablette rein, auflösen und fertig ist der Seifenschaum. Sause ist vegan, plastikfrei und eine Packung wiegt nur 44 Gramm - dadurch kann zusätzlich beim Transport CO2 eingespart werden. Flüssigseife, Plastikseifenspender und Nachfüllpacks sollen somit der Vergangenheit angehören. Um „Sause“ auf dem Markt schnell etablieren zu können, benötigen sie 200.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

"Bierkruste": Brotbackmischung für die Zubereitung mit Bier

"Bierkruste": Brotbackmischung für die Zubereitung mit Bier
"Bierkruste": Brotbackmischung für die Zubereitung mit Bier © TVNOW / Bernd-Michael Maurer, "Bierkruste", TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Ines Pfisterer backt für ihr Leben gern - schon als Fünfjährige hat sie beim Plätzchenbacken geholfen und als Teenager jobbte sie in einer Bäckerei. Heute gibt die Sales-Managerin in ihrer Freizeit Backkurse oder veranstaltet Cake-Partys. Doch der Wunsch nach einem eigenen Produkt wurde immer größer. "Ich bringe mit meinem Start-up die beliebtesten Lebensmittel der Deutschen zusammen: Brot und Bier", so die Gründerin von „Bierkruste“. Ihre Brotbackmischung ist auch für Nicht-Bäcker einfach zuzubereiten: Den Inhalt der Backmischung in eine große Schüssel geben, mit 250 Milliliter des eigenen Lieblingsbiers verrühren, auf ein Backblech und direkt in den Ofen geben. Auch das übliche lange Kneten und die langen Ruhezeiten werden durch die Bierhefe überflüssig. Die Backmischung besteht aus Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl, Röstzwiebeln, Leinsamen, Salz und ein bisschen Backpulver. Ziel der Gründerin ist es, mit der „Bierkruste“ in den Handel zu kommen. Dafür benötigt sie das Netzwerk eines Löwen sowie 80.000 Euro und bietet dafür 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.

"Pinky": Hygienische Entsorgung für Damenartikel

"Pinky": Hygienische Entsorgung für Damenartikel
"Pinky": Hygienische Entsorgung für Damenartikel © TVNOW / Bernd-Michael Maurer, Pinky, TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Die „Frauenversteher“ Eugen Raimkulow und André Ritterswürden möchten „den Alltag der Frauen erleichtern. Vor allem an den Tagen, an denen der Alltag besonders nervt". Die zwei Freunde lernten sich während ihrer Bundeswehrzeit kennen und als sie in eine Frauen-WG zogen, kamen sie mit ganz neuen Frauen-Themen in Berührung. Dazu gehörte auch das Problem, dass gerade auf öffentlichen Toiletten oder Festivals Damen-Hygieneartikel nur schlecht fachgerecht entsorgt werden können. Mit „Pinky“ haben Eugen und André einen blickdichten und geruchsneutralisierenden Handschuh entwickelt, der Frauen die Möglichkeit geben soll, egal wo sie sind, Tampons oder Binden hygienisch zu entsorgen. Einfach einen der einzeln verpackten Einmal-Handschuhe anziehen, ihn mit dem Hygieneartikel auf links ziehen, einrollen, mit dem Klebstreifen verschließen und so auslaufsicher im nächsten Mülleimer diskret entsorgen. Noch stehen die Gründer mit ihrem Unternehmen ganz am Anfang, aber mit der Unterstützung eines Löwen wollen sie den Markt erobern. Ihr Angebot: 30.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

"lucky loop": Sitzfläche, die Pferdebewegungen simuliert

"lucky loop": Sitzfläche, die Pferdebewegungen simuliert
"lucky loop": Sitzfläche, die Pferdebewegungen simuliert © "lucky loop", TVNOW / Bernd-Michael Maur

"Mit uns setzen Sie aufs richtige Pferd", verspricht Gründerin Mariam Vollmar. "Wir haben eine super Technologie, mit der wir nicht nur den medizinischen Markt, sondern auch den Automobil-, den Kinderprodukt- und den Sitzmöbelmarkt erobern werden!" Denn „lucky loop“ soll Schluss mit langem und ungesundem Sitzen machen. Die Idee dazu kam der gelernten Werbetexterin auf einer Reitwanderung mit ihren Zwillingen: "Nach acht Stunden Sitzen auf dem Pferd waren meine Kinder topfit", stellte die Zweifachmutter fest. "Wenn sie ansonsten stillsitzen sollen, ist nach einer halben Stunde Schluss mit lustig." Für einen gesunden Bewegungsapparat wird Reitsport in der Sportmedizin und im Reha-Bereich bereits angewandt: "Aber nicht jeder hat ein Pferd. Ich habe mich gefragt, wie ich diese Form des Sitzens mit der gleichen Wirkung in unseren Alltag übertragen kann", erklärt Mariam Vollmar. Das Ergebnis ist „lucky loop“, eine Sitzfläche, die die exakten Bewegungen eines schreitenden Pferdes simuliert. In die Technologie für den gesunden "Sitz" hat die 53-Jährige ihr gesamtes Erbe in Höhe von 1,7 Millionen Euro investiert und bereits einen Kinderbuggy und einen Therapiestuhl entwickelt. Um die Technologie in sämtliche mögliche Sitzmöbel zu verbauen, benötigt die Unternehmerin ein Investment von 650.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent ihres Unternehmens.

"Werksta.tt": Eine App gegen Lebensmittelverschwendung

"Werksta.tt": Eine App gegen Lebensmittelverschwendung
"Werksta.tt": Eine App gegen Lebensmittelverschwendung © "Werksta.tt", TVNOW / Frank W. Hempel

In Deutschland landen jährlich allein 1,7 Millionen Tonnen Backwaren im Müll. Dagegen möchte er was tun: Justus Lauten hat in Aachen Informatik studiert, lebt derzeit in Köln und hat eine Software entwickelt, die unnötige Lebensmittelverschwendung reduzieren soll. "Das Thema Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und auch ich habe mir persönlich die Frage gestellt, was ich eigentlich machen kann?" Seine "Werksta.tt" ist eine App, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz eine Verkaufsprognose erstellt. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wie z.B. Wetter, Schulferien oder Feiertage, soll so die Überproduktion verringert werden und der Umsatz steigen. Mit seinem Start-up will der Gründer aber alles andere als kleine Brötchen backen und plant bereits seine Zukunft, denn: "Was für Bäckereien funktioniert, funktioniert auch für viele weitere Branchen", erklärt Justus den Löwen. Er bietet 20 Prozent seiner Anteile für 120.000 Euro - steigt ein Löwe ein?

Wiederbesuch bei "aspUraclip“

Ein Wiedersehen gibt es mit „aspUraclip“ aus Berlin
Ein Wiedersehen gibt es mit „aspUraclip“ aus Berlin © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer, MG RTL D / Bernd-Michael M

Ein Wiedersehen gibt es mit „aspUraclip“ aus Berlin. In der 6. Staffel von "Die Höhle der Löwen" konnten die Gründer Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet die Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel für ihr Unternehmen gewinnen. Der „aspUraclip“ wurde direkt erfolgreich am Markt eingeführt, rief aber auch gleichzeitig die Konkurrenz auf den Plan. Gründer und Investoren berichten, wie sie gemeinsam diese Hürden bewältigen und welche Zukunftspläne sie haben.

"Die Höhle der Löwen" bei VOX und auf TVNOW

Highlights aus "Die Höhle der Löwen"