Die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen: Investor Dr. Georg Kofler im Porträt

Investor Dr. Georg Kofler
Investor Dr. Georg Kofler © TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Hauptaktionär und Chairman der Social Chain Group

Dr. Georg Kofler, Jahrgang 1957, geboren und aufgewachsen in Südtirol/Italien, studierte Publizistik und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Er begann seine Karriere in der Medienindustrie 1985 als Referent des Generalintendanten beim Österreichischen Rundfunk (ORF) und wechselte zwei Jahre später zur KIRCHGRUPPE nach München. 1989 startete Kofler den Fernsehsender PROSIEBEN, den er zur PROSIEBEN MEDIA AG ausbaute und 1997 als CEO an die Frankfurter Börse brachte – der erste große IPO eines deutschen Medienunternehmens. Parallel dazu führte Kofler mit dem Sender H.O.T. (Home Order Television), heute HSE24, erstmals Teleshopping in den deutschen Markt ein. 

Dr. Georg Kofler ist seit 2017 Investor in "Die Höhle der Löwen"

Von 2000 bis 2002 war er CEO und wesentlicher Aktionär der H.O.T. NETWORKS AG, die

Teleshopping europaweit entwickelte. 2002 übernahm Kofler die Geschäftsführung des Pay-TVUnternehmens PREMIERE, das kurz vor der Insolvenz stand. Kofler sanierte PREMIERE, erwarb selbst 20 Prozent des Unternehmens und führte PREMIERE 2005 erfolgreich an die Börse. 

2007 stieg er aus der Fernsehbranche aus und investierte über seine Beteiligungsholding in diverse Unternehmen, unter anderem im Bereich der Energieeffizienz. 

Die neuen Entwicklungen der Sozialen Medien brachten Kofler wieder ins Mediengeschäft zurück: Seit 2016 ist er Hauptaktionär und Chairman der SOCIAL CHAIN GROUP, einem integrierten und international tätigen Social Media Unternehmen, das Social Publishing, Social Marketing und ECommerce unter einem Dach vereint. 

Seit 2017 ist Kofler Juror und Investor in „Die Höhle der Löwen“.

Drei Fragen an Dr. Georg Kofler

1. Wie viel Risikobereitschaft braucht man, um als Geschäftsmann erfolgreich zu sein und ab wann kann Risikobereitschaft gefährlich werden?
Risikobereitschaft gehört untrennbar zu einem unternehmerischen Leben. Unternehmer schaffen neue Projekte und Produkte, sie gehen neue Wege, sie wagen tiefgreifende Veränderungen – und gehen damit Risiken ein. Viele Menschen empfinden solche Unsicherheiten als Bedrohung. Für den Unternehmer sind sie Anreiz, Herausforderung. Ohne Risiko kein Gewinn. Gefährlich wird es, wenn die Risiken so groß werden, dass sie das ganze Unternehmen gefährden. Wie immer im Leben: Auf die Dosierung kommt es an.

2. Sie als „TV-Mann“, der jetzt auch in Social Media investiert: Wie sieht Ihrer Meinung nach das Fernsehen der Zukunft aus?
Das Fernsehen in der heutigen Form wird es noch viele Jahre geben. Das breite Fernsehpublikum, vor allem in den Generationen der heute über 40-Jährigen, wird sich nicht so schnell von seinen Gewohnheiten abbringen lassen. Und wenn schon: Dann werden Fernsehprogramme eben auf dem Tablet, dem Smartphone oder dem Laptop im Bett angeschaut. Der Fernseher mutiert zunehmend zum Videoscreen, der via Internet viele unterschiedliche Angebote eröffnet. Von den herkömmlichen Fernsehsendern über Pay-TV bis hin zu den Streamingdiensten – alles bleibt im Fluss und auch die TV-Programme verändern sich: mehr unverwechselbare Eigenproduktionen, wie zum Beispiel „DHDL“ und mehr Live-Programme, insgesamt mehr Eigenmarken, die man eben anderswo nicht finden kann und den Sender im Wettbewerb stärken. Fernsehsender wie RTL, VOX oder ProSieben werden noch viele Jahre zu den führenden Medienmarken des Landes zählen.

3. Was war Ihr bislang erfolgreichster „DHDL“-Deal?
Mein bislang bester Deal ist ARTNIGHT. Es war übrigens auch mein erstes Löwen-Investment! ARTNIGHT führt als moderne Onlineplattform Menschen zusammen, die gemeinsam malen, backen oder Drinks mixen. ARTNIGHT schafft reale Gemeinschaftserlebnisse und das finde ich gesellschaftlich absolut nützlich und wünschenswert! Als die Gründer David und Aimee vor mir im Löwenstudio standen, da planten sie einen Umsatz von 20.000 Euro im Monat. 2019, nur zwei Jahre später, werden es voraussichtlich mehr als eine Million Euro pro Monat sein. ARTNIGHT ist jetzt in 65 Städten in sechs Ländern aktiv und erfolgreich. 20.000 Menschen sind jeden Monat auf ARTNIGHT-Veranstaltungen kreativ, treffen sich und schließen neue Freundschaften. ARTNIGHT beschäftigt heute 50 Mitarbeiter. Zusätzlich bekommen 250 Künstler bei ARTNIGHT einen fairen Zusatzverdienst. Der Unternehmenswert von ARTNIGHT hat sich seit meinem Investment mehr als verzehnfacht. Und die Expansion geht weiter, weil David und Aimee talentierte Unternehmer sind, die ARTNIGHT mit Professionalität, Fleiß und Augenmaß weiterentwickeln.