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Ewige Helden 2018: Siebenkämpferin Jennifer Oeser

Darum macht Jennifer Oeser bei "Ewige Helden" mit
Darum macht Jennifer Oeser bei "Ewige Helden" mit Die ehemalige Siebenkämpferin im exklusiven Interview 01:58

Jennifer Oeser hat zahlreiche Titel im Siebenkampf errungen

In der dritten Staffel "Ewige Helden" treten acht ehemalige Spitzen-Athleten in 24 harten Wettkämpfen gegeneinander an. Mit dabei ist Siebenkämpferin Jennifer Oeser. Sie ist zweifache Vize-Weltmeisterin, Junioren-Europameisterin und Deutsche Meisterin im Siebenkampf. Bei "Ewige Helden" will sie beweisen, dass sie wahres sportliches Multi-Talent ist.

Jennifer Oeser hat sehr früh mit der Leichtathletik begonnen

Jennifer Oeser tritt bei "Ewige Helden" 2018 an.
Jennifer Oeser tritt bei "Ewige Helden" 2018 an. © VOX, Markus Hertrich

Jennifer Oeser wird am 29. November 1983 in Brunsbüttel geboren. In der Familie Oeser dreht sich schon früh viel um Sport und so schnürt sie im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal ihre Sportschuhe, um auf der Tartanbahn bei der Kinder-Leichtathletik mitzumachen. Das Training macht ihr von Beginn an Spaß, doch der große Überflieger ist sie in den einzelnen Disziplinen nicht. Doch genau das ist auch ihre Stärke.

Mit 14 Jahren trainiert sie dann gezielt Siebenkampf und bestreitet erste Wettkämpfe in der Region. Und schon früh hat sie ehrgeizige Ziele: Mit 18 Jahren will sie unbedingt zur U20-Weltmeisterschaft nach Jamaika. Und tatsächlich schafft sie den Sprung in die Nationalmannschaft. Bei dem Wettkampf belegt sie Platz 8 – ein enttäuschendes Ergebnis für sie.

Doch danach soll ein noch größerer Schock kommen: Jennifer Oeser infiziert sich auf Jamaika mit dem Dengue-Fieber. Die Ärzte können ihr nicht garantieren, dass sie jemals wieder Leistungssport machen kann. Doch sie kämpft sich zurück und wird nur ein Jahr später U23-Europameisterin. 2006 qualifiziert sie sich für ihre erste Europameisterschaft und landet überraschend auf dem vierten Platz. Und sie ist weiter auf Erfolgskurs: 2006 wird sie Deutsche Meisterin, qualifiziert sich für die Weltmeisterschaften 2007 (Platz 7) und für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Für sie geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung, doch ihr Ziel, unter die ersten Zehn zu kommen, verpasst sie mit ihrem 11. Platz knapp.

Ein Jahr später findet die Leichtathletik-WM in Berlin statt. Sie will mit um die Medaillen kämpfen und vor der letzten Disziplin liegt sie auf Platz 3. Doch beim 800m-Lauf, passiert es: Sie stolpert und stürzt auf die Tartanbahn. Aber ihr Kampfgeist siegt: „Ich bin sofort wieder aufgestanden und hatte überhaupt keinen Zweifel, dass ich das noch schaffe.“ Die 26-Jährige rollt das Feld von hinten auf und wird tatsächlich am Ende Vierte – Das bedeutet in der Gesamtwertung die Silber-Medaille.

Nach einem Tiefpunkt kam Jennifer Oeser noch einmal zurück

Im nächsten Jahr erreicht sie erneut eine persönliche Bestleistung und holt sich ein Jahr später die Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft 2011. Aus dieser Bronze-Medaille wird sechs Jahre später sogar Silber. Die Erstplatzierte wird nachträglich des Dopings überführt.

Nach der WM bereitet sich Jennifer Oeser auf die Olympischen Spiele 2012 in London vor, bei denen sie eine Medaille holen will. Doch es läuft nicht so wie erhofft. Im Training reißt sie sich die Achillessehne an, ihren Traum will sie jedoch nicht begraben. Trotz starker Schmerzen startet sie in den Wettkampf. Doch beim finalen 800m-Lauf muss sie aussteigen: „Der Gang aus dem Stadion war der Tiefpunkt meiner Karriere.“ Die Verletzung an der Ferse hindert sie daran an weiteren Wettkämpfen teilzunehmen.

2014 legt sie eine Wettkampfpause ein und im Oktober wird Sohn Jakob geboren. Doch sie will nochmal allen zeigen, dass sie es kann. So wird Jennifer Oeser Zehnte bei der WM 2015 und auch bei den Olympischen Spielen 2016 schafft sie es auf Platz neun. In der Saison 2016 / 2017 entscheidet sich die Leichtathletin ihre Karriere an den Nagel zu hängen und sich nun mehr der Familie zu widmen.

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