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Ewige Helden 2019: Biathletin Andrea Burke (Henkel)

So wurde sie zum Profi
So wurde sie zum Profi Andrea Burke - Biathlon 01:33

Sie will ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen

Andrea Burke (Henkel) ist eine der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen aller Zeiten. Bei "Ewige Helden" will sie nun ihre Vielseitigkeit nochmals unter Beweis stellen.

Andrea stand bereits als Vierjährige auf Skiern

Andrea Burke (Henkel) wird am 10. Dezember 1977 in Ilmenau (Thüringen) geboren. Sie wächst zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester in Großbreitenbach in der ehemaligen DDR auf. Schon von Kindheitstagen an ist Burke (Henkel) ein aktives und quirliges Kind, sodass sie schon als Vierjährige das erste Mal auf Skiern steht und früh ihre Leidenschaft für den Langlauf entdeckt. Ab dem Besuch der zweiten  Klasse stürzt sich Andrea in das Langlauftraining. Im Alter von zwölf Jahren hält sie ihr erstes Luftgewehr in der Hand und trainiert vier Tage die Woche. Ein Jahr später an der Sportschule in Oberhof kann sie Sport und Schule perfekt verbinden und qualifiziert sich 1994 für ihre erste Junioren-WM in Osrblie (Slowakei). In der darauf folgenden Saison darf sie sich bei einem Weltcuprennen beweisen. Ein Jahr später gewinnt sie bei der Juniorenweltmeisterschaft in Finnland im Einzel, mit der Staffel und der Mannschaft jeweils eine Goldmedaille.

Nach der Junioren WM 1997 ist klar: Die Junioren-Zeit ist für Andrea Burke (Henkel) vorbei. Ihre erste Damen-Saison startet allerdings anders als erhofft. Eine andere Läuferin bekommt den Platz im deutschen Weltcup-Team. "Aber es hat mich auch motiviert. Im nächsten Jahr wollte ich es schaffen. Unbedingt", sagt Andrea Burke (Henkel). Nach dieser Kampfansage erkämpft sie sich 1998/1999  einen Platz in der deutschen Weltcupmannschaft und qualifiziert sich 1999 für eine WM-Teilnahme in Finnland. "Die Qualifikation war natürlich notwendig, um überhaupt ins Gespräch zu kommen, aber um sicher bei der WM antreten zu dürfen, musste man eigentlich in der Lage sein, aufs Podium zu laufen." Ihre erste Saison schließt sie auf Position 14 des Gesamtklassements ab. In der Saison 1999/2000 wächst Henkel über sich hinaus und sichert sich mit einer Sekunde Vorsprung den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Andrea Burke (Henkel) ist im Alter von 22 Jahren mit sehr beständigen Leistungen an der Weltspitze angelangt.

Ihre erste von insgesamt vier Teilnahmen an Olympischen Spielen in Salt Lake City im Jahr 2002 zählt zu ihren größten Erfolgen, mit jeweils einer Goldmedaille im Einzelrennen und in der Staffel: "Das ist schon etwas Besonderes. Wenn dein Name aufgerufen, die Fahne gehisst  und die deutsche Hymne gespielt wird." Nach den Siegen ist ihre Freude ungebremst. Bei ihren zweiten olympischen Spielen 2006 in Turin gewinnt Andrea Burke (Henkel) mit der Staffel Silber. Bei den Weltmeisterschaften in Östersund 2008 schafft sie mit ihrem Doppelsieg im Sprint und der Verfolgung als erste Athletin, in allen bis dato olympischen  Einzeldisziplinen einen WM-Titel zu gewinnen. 2010 kann sie mit der Staffel bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erneut Bronze holen. In den Jahren darauf wird es ruhiger um die Sportlerin und vergleichbare große Siege bleiben aus. Nach einer Silbermedaille im Einzelrennen bei der WM in Nové Mesto 2013 entscheidet sie noch im selben Jahr, dass die kommende Saison nun wirklich ihre letzte ist. Zu ihrem letzten Weltcuprennen (2014) in Oslo reisen Freunde und Familie an, um mit ihr zu feiern. Danach konzentriert sich Andrea Burke (Henkel) voll und ganz auf ihr Privatleben und ihre berufliche Zukunft. Im Oktober 2014 heiratet sie den US-amerikanischen Biathleten Tim Burke und wandert in die Vereinigten Staaten aus. Andrea Burke (Henkel) ist dem Sport immer noch verbunden: Einmal in der Woche hilft sie als Vorstandsmitglied im lokalen Skiclub für den Bereich Nordic und Biathlon dem jugendlichen Nachwuchs im Training. Zurzeit arbeitet sie zudem hauptberuflich als Personal Trainerin.

Ab dem 19. Februar 2019 tritt Andrea Burke (Henkel) bei "Ewige Helden" gegen die Besten der Besten an.

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