Ewige Helden 2019: Eishockeyspieler Christian Ehrhoff

Er war mit 17 Jahren schon Profi
Er war mit 17 Jahren schon Profi Christian Ehrhoff - Eishockey 01:24

Er wusste schon als Kind, dass er Eishockeyprofi werden möchte

Christian Ehrhoff gehört zu den erfolgreichsten deutschen Eishockeyspielern aller Zeiten. 2018 krönt er seine Karriere mit der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Im selben Jahr wird er mit der deutschen Nationalmannschaft zur "Mannschaft des Jahres"  ausgezeichnet. Ein Jahr später sucht Ehrhoff bei "Ewige Helden" eine neue Herausforderung!

Christian lebt den Traum zahlreicher deutscher Eishockeyspieler

Christian Ehrhoff wird am 6. Juli 1982 in Moers geboren. Im Alter von sechs Jahren begleitet er seine Schwester zum Eiskunstlauftraining und versucht sich das erste Mal auf Schlittschuhen. Nachdem er sein erstes Eishockeyspiel im Fernsehen verfolgt, wird klar: Er möchte Eishockeyprofi werden! "Schon als Kind formulierte er das Ziel, einmal in der NHL spielen zu wollen. Er träumte nicht davon, er lebte dafür", erinnert sich Peter Kraczmarek, Ehrhoffs Jugendtrainer bei den Krefeld Pinguinen. Im Jahr 1999 spielt Christian Ehrhoff seine erste U18-Junioren-Weltmeisterschaft im bayrischen Füssen – und ist mit seinen 16 Jahren der jüngste Spieler des Turniers. Schon im Sommer desselben Jahres bieten ihm die Krefeld Pinguine seinen ersten Profi-Vertrag an.

Im Februar 2000 feiert der junge Spieler sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse. Schnell wird man auch im Ausland auf Ehrhoffs Talent aufmerksam. Nachdem San Jose sich beim Draft die Rechte an ihm sichert, nimmt er 2001 an seinem ersten Rookie Camp in den USA teil. Dort müssen sich junge Rookies erst einmal beweisen, bevor sie sich dann für ein zweites Camp im nächsten Jahr empfehlen. Ehrhoff hinterlässt einen guten Eindruck und kommt hochmotiviert wieder nach Deutschland zurück. Wieder in Krefeld angekommen wird er zum Leistungsträger. Im Dezember 2001 dann der Schock: Ein Gegenspieler verletzt ihn mit einem Stockstich ins Auge. Die ersten Prognosen der Ärzte sind schlecht. Die Karriere steht auf der Kippe. "Ich habe immer daran geglaubt, dass es weiter gehen würde. Ich wusste, dass bald Olympia anstand und ich wollte unbedingt dabei sein." Christian Ehrhoff hat Glück, denn das räumliche Sehen funktioniert noch komplett und sein Traum von seinen ersten olympischen Spielen geht im Februar 2002 in Erfüllung. Im darauffolgenden Jahr wird er mit den Krefeld Pinguinen Deutscher Meister. Gleichzeitig weiß Ehrhoff, dass mit diesem Höhepunkt seine Zeit in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu Ende geht. Im Oktober 2003 geht Christian Ehrhoffs Traum in Erfüllung und er gibt sein Debüt in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) für die San Jose Sharks. "Von der DEL in die NHL zu wechseln war körperlich eine große Umstellung. Da ist das Niveau einfach höher: Die Schnelligkeit, die Härte. Aber ich war gut vorbereitet", erinnert sich Ehrhoff. Die Saison der Sharks ist durchwachsen und sein zweites Jahr wird von einem Lockout unterbrochen. Doch aufgrund seiner konstant guten Leistungen erkämpft sich der Verteidiger in der Saison 2005/2006 einen Platz als Stammspieler.

Auch privat findet Ehrhoff sein Glück und heiratet 2007 seine Freundin Farina. 2010 wartet ein weiteres Highlight: Die WM im eigenen Land. Die deutsche Mannschaft spielt stark, muss sich allerdings im Spiel um Platz drei gegen Schweden geschlagen geben Auf die erfolgreichste Weltmeisterschaft in Ehrhoffs Karriere folgt darauf seine bis heute eindrücklichste NHL-Saison bei den Vancouver Canucks. 2011 scheiterte das Team allerdings im Finale des Stanley Cups gegen Boston. Am Ende der Saison wechselt der Verteidiger mit einem Rekord-Vertrag zu den Buffalo Sabres und spielt dort insgesamt drei Jahre, bevor er 2014 zu den Pittsburgh Penguins geht. Es folgen Stationen bei den Los Angeles Kings und Chicago Blackhawks. Über 800 Spiele bestreitet der Verteidiger in der nordamerikanischen Profiliga und lebt damit den Traum zahlreicher deutscher Eishockeyspieler. Im Jahr 2016 zieht es Ehrhoff wieder nach Deutschland zu den Kölner Haien – auch seiner Töchter wegen. Mit der deutschen Nationalmannschaft hat er noch einen großen Traum: Die olympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018. Die deutsche Mannschaft schafft es bis ins Finale und gewinnt sensationell die Silbermedaille – und mit ihr die Herzen von Millionen neuer Eishockey-Fans. Bei der Olympia-Abschlussfeier wird Ehrhoff zudem die Ehre zuteil, die deutsche Fahne zu schwenken. Nach zwei Jahren bei den Kölner Haien verkündet Christian Ehrhoff 2018 sein Karriereende. "Obwohl der Schritt für alle überraschend kam, konnten es die meisten nachvollziehen: Dass jetzt nach dem Riesenerfolg der richtige Moment gekommen war", so Ehrhoff. Nach seinem Karriereende widmet sich Ehrhoff ganz seiner Familie und übernimmt ein Fitnesszentrum in Moers, in dem er selbst auch oft in Behandlung war.

Ab dem 19. Februar 2019 tritt Christian Ehrhoff bei "Ewige Helden" gegen die Besten der Besten an.

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