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Fashion Lexikon: Baumwolle

Baumwollpflanze in Nahaufnahme
Aus der Baumwollpflanze werden die beliebten Naturfasern für unsere Kleidung gewonnen. © Getty Images/iStockphoto, BCFC

Baumwolle – das unverzichtbare Fashion-Allroundtalent

Baumwolle ist eine aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnene Naturfaser. Ebenfalls gebräuchlich ist die englische Bezeichnung Cotton. Die Baumwollpflanze ist ein bis zu sechs Meter hoher Strauch, der vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten wächst.

Herkunft der Baumwolle

Bereits vor 8000 Jahren verwendeten die Menschen im Gebiet des heutigen Indiens Baumwollgewebe als Grundlage für ihre Kleidung. Von dort aus verbreitete sich der robuste Baumwollstrauch als Kulturpflanze über das Alte Ägypten bis nach Europa. In Südamerika wurden die dort heimischen Baumwollarten ebenfalls von Menschen angebaut und durch Zucht verbessert. Insgesamt sind heute etwa 50 verschiedene Arten bekannt.

Baumwollplantagen sind auf der ganzen Welt zu finden, insbesondere aber in China, Indien, Pakistan und den USA. Das Abernten der Samenhaare war bis zur Erfindung von industriellen Erntemaschinen nur durch aufwendige Handarbeit möglich, weshalb Baumwolltextilien bis Ende des 17. Jahrhundert als ebenso wertvoll galten wie Seide. Im Gegensatz zu Wolle und Hanf- oder Flachsleinen bereitete Baumwolle einen deutlich höheren Aufwand bei der Ernte und beim Spinnen, was an ihren vergleichsweise kurzen Fasern liegt. Um ein Kilo Baumwolle zu gewinnen, waren im 17. Jahrhundert etwa 30 Arbeitstage notwendig! Erst die maschinelle Ernte und die Einführung von mechanischen Webstühlen ermöglichte die massenhafte Produktion von Baumwollstoffen, die in der Folge auch für den Mittelstand erschwinglich wurden.

Baumwolle - Eigenschaften und Vorteile

Als Grundlage für Textilien bringt Baumwolle gleich mehrere praktische Eigenschaften mit: Sie ist langlebig, saugfähig, gut zu säubern und vermittelt ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut. Kein Wunder also, dass sie die am meisten verwendete Naturfaser in der weltweiten Textilproduktion ist. Die Länge einer einzelnen Baumwollfaser bestimmt über ihre Qualitätseinstufung: je länger, desto hochwertiger. Durch spezielle Verarbeitungsverfahren können Cotton-Textilien eine beinahe seidige Oberfläche erhalten und fühlen sich wunderbar glatt und weich an. Baumwolle bildet außerdem die Grundlage für trendige Stoffe wie Denim, Cord, Jersey oder Canvas. Ganz klar: Ohne Cotton-Fashion wäre eine schillernde Modewelt nicht denkbar!

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