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Fashion Lexikon: Budapester

Braune Budapester aufgestellt
Budapester sind der zeitlose Klassiker unter den Schuhmodellen. © Getty Images/iStockphoto, photosvit

Budapester: klassische Schuhe aus der ungarischen Metropole

Es ist schon viel über die besondere Liebe zu Schuhen geschrieben worden, die manche Frau bis an den Rand des Wahnsinns treibt. Aber auch Gents haben bisweilen ein Faible für klassische Schuhmodelle und sind bereit, ein kleines Vermögen für ihren Lieblingsschuh auszugeben. Der Budapester ist so ein Herrenschuh, für den Männer echte Leidenschaft verspüren.

Budapester und ihre zeitlose Beliebtheit

Warum dieser den Namen der ungarischen Hauptstadt trägt, ist nicht eindeutig geklärt. Klar ist jedoch, dass der Schuh den typischen Chic osteuropäischer Herrenmode besitzt und schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt wird. Seit mehr als 100 Jahren modern zu sein, muss ein Schuh erst mal schaffen! Interessanterweise nennen die Schuhmacher in Budapest den Budapester „Karlsbader“. Verstehen muss das die Fashionista nicht.

Ein Budapester ist schöner als der andere. Aber damit dieser Schuh auch so genannt werden darf, sollte er besondere Merkmale aufweisen. Die Schuhe werden auf einem geraden und breiten Leisten gefertigt. Die Spitze des Budapesters ist breit gerundet und relativ hoch. Ein echter Budapester ist zwiegenäht oder sieht zumindest aus, als sei er zwiegenäht. Er besitzt eine doppelte Sohle, eine offene Schnürung, eine Flügelkappe und eine Fullbrogue-Lochverzierung. Der Schuh wird in mehrwöchiger Handarbeit hergestellt und kostet mindestens 400 Euro, aber oft über 1000 Euro.

Charakteristika von Budapestern

Nun kann man mit Fachleuten lebhaft darüber debattieren, ob man einen Derby-Schuh mit Fullbrogue-Verzierung als Budapester bezeichnen darf. Streng genommen muss dieser nämlich auch eine hohe Schuhspitze besitzen. Doch letztlich bringt diese ganze Diskussion über bestimmende Merkmale nur wenig, wenn man nach einem Schuh sucht, der so unvergleichlich classy wie ein Budapester aussieht.

Da der echte Budapester breit geschnitten ist, steht er sehr schlanken Männern nicht ganz so gut wie echten Kerlen, die den edlen Schuh lässig zu Jeans oder Cordhosen kombinieren. Für alle, die klassische Mode lieben, aber keinen Herrenschuh kaufen möchten, der so viel Geld kostet, gibt es heutzutage zahlreiche ähnliche Schuhmodelle, die deutlich günstiger sind. Mittlerweile produzieren einige trendige Labels auch Damenschuhe, die diesem zum Verwechseln ähnlich sehen und zum Hosenanzug oder einem androgynen Styling absolut angesagt sind.

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