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Fashion Lexikon: Canvas

Beiges Garn aus Canvas isoliert auf weißem Hintergrund
Canvas ist ein dicht gewebter Stoff, der aus festem Garn hergestellt wird und aus dem urspünglich Segeltücher produziert wurden. © Getty Images/iStockphoto, hudiemm

Canvas – robuster Stoff mit Sommerflair

Canvas, auch Duck genannt, ist der Name für einen dicht gewebten Stoff aus festem Garn. Das Wort stammt aus dem Englischen und bezeichnete in früheren Jahrhunderten vor allem traditionell gewebte Segeltuchstoffe aus Naturfasern wie Hanf und Leinen für den maritimen Einsatz.

Wo kommt der Begriff „Canvas“ eigentlich her?

Die Wurzeln des Wortes „Canvas“ liegen im Lateinischen: Der Begriff „cannapaceus“ ist heute als Cannabis bekannt, eine gängige Bezeichnung für die Hanfpflanze. Die Verwendung des Worts „Duck“ für Canvasstoff kommt hingegen aus der holländischen Sprache. Die dort hergestellten Segeltuchstoffe hießen früher „zeildoek“. Sie wurden nach England exportiert, wo sich ihr Name im alltäglichen Sprachgebrauch zu Duck wandelte.

Canvas besteht auch heute noch aus Naturfasern wie Leinen, Baumwolle oder Hanf, doch auch Mischgewebe mit Polyester sind nicht unüblich. Es hat eine feste, leicht raue Oberfläche und kann nach Bedarf imprägniert oder beschichtet werden. In der Segel-Fashion liegen Canvas-Slipper schon lange im Trend. Sie gehören zu den unverzichtbaren Basics und haben sich dank ihrer rutschfesten, nicht abfärbenden Gummisohle an Bord bewährt. Hüte und Rucksäcke aus Canvas prägen den typischen Look der Outdoor-Fashion. Das verwundert nicht, besticht der feste Stoff doch vor allem durch seine Robustheit und Abriebfestigkeit. Gleichzeitig überzeugt er dank der Naturfaserqualität durch einen guten Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch.

Canvas ist ein facettenreicher Stoff

Je nach Garnstärke variiert die Dicke und Festigkeit von Canvas. Sie wird in Denier gemessen und dient als Anhaltspunkt für die Belastbarkeit und Reißfestigkeit des Materials. Der ebenfalls häufig angegebene Martindalewert hingegen lässt Rückschlüsse auf die Scheuerbeständigkeit zu. Als typische Webarten für Canvasstoffe kommen vor allem Ripstop, Leinwandbindung sowie Halbpanama- und Panamabindung zum Einsatz. Für die Herstellung von modischen Kleidern, Blusen oder Röcken eignet sich vor allem dünner Baumwoll- oder Leinenmixcanvas, damit das jeweilige Piece anschmiegsam und flexibel ist. Zu einem sommerlichen Strandlook sehen Canvas-Outfits lässig aus und fühlen sich angenehm luftig an. Passendes Accessoires: Eine große Beachbag aus Leinencanvas mit stylishen Prints und Lederhenkeln.

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