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Fashion Lexikon: Donegal Tweed

Junge Frau sitzt auf einem Hocker und trägt Kleidung aus Donegal Tweed.
Das legendäre Tweed Garn "Donegal Tweed" - Ein besonderer Garn, der in Irland gesponnen wird. © Getty Images/Vetta, Alija

Donegal Tweed – ein Garn so schön wie die irische Natur

Donegal ist ein aus noppigen Garnen gesponnener Stretchgarn-Tweed mit deutlichem Handwebcharakter. Benannt ist der Stoff nach der Region Donegal im Nordwesten von Irland. Hier wird das Tweed-Garn bereits seit Jahrhunderten gesponnen.

Entstehung des Donegal Tweed

Das Donegal Tweed ist ein Schurwollgarn mit farbigen Einschüssen. Der Querschuss ist in der Regel dunkler, die Längskette heller gefärbt. Die kleinen Farbnoppen, die das optische Erscheinungsbild entscheidend beeinflussen, werden „neps“ oder „flecks“ genannt. Um ein Garn mit nur einem dominanten Grundton zu spinnen, verwendet man zum Beispiel bis zu sechs Farben. Daraufhin folgen vier weitere Farbnuancen, um letztendlich ein einheitliches Garn mit verschiedenen Tönen zu erhalten.

Traditionell leuchtet das Donegal Tweed in den Farben der irischen Landschaft. Die Grüntöne erinnern an Moos und Ginster. Andere Farben an Blaubeeren und Fuchsien. Allgemein kommen überwiegend natürlich wirkende Farbtöne zur Anwendung. Die Kunst beim Spinnen des Garns basiert auf der Herstellung eines homogenen Produkts. Die „neps“ müssen sichtbar sein, dürfen aber keinen zu starken Kontrast bilden und nur dezent ins Auge fallen. Diese Art der Wollspinnerei setzt eine große Sorgfalt und auch Erfahrung voraus. Im Gegensatz zu den echten Donegal Tweed-Produkten aus Irland bestehen die kopierten Garne häufig aus einer qualitativ minderwertigeren Wolle und Synthetikfasern. Die „neps“ haften in diesem Fall oft schlecht oder fallen sogar ab. Traditions-Spinnereien wie die im Jahr 1890 gegründete Firma „Donegal Yarns“, verwenden zur Herstellung des Garns reine Schafwolle.

Donegal Tweed und seine Vorzüge

Das Donegal Tweed schmiegt sich weich an die Haut an und überzeugt durch eine harmonische Farbgebung. Aus dem hautsympathischen Garn werden Pullover, Pullunder und Westen gestrickt sowie Handschuhe, Socken und Mützen hergestellt. Ein Cashmere-Anteil erhöht bei einigen Produkten den Tragekomfort. Das Wollgarn gibt es zudem als Knäuel zu kaufen. Die dezenten Farben harmonieren gut mit Jeans. Kombinieren lassen sich die überwiegend für die Herstellung von Winter- und Übergangskleidung verwendeten Garne aufgrund ihrer Farbvielfalt mit verschiedenen warmen Röcken und Hosen.

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