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Fashion Lexikon: Hosenrock

Frau in weißem Oberteil mit viel Spitze und einem grauen Hosenrock.
Der trendige Hosenrock ist eigentlich eine Hose, doch sieht er einem Rock sehr ähnlich. Die perfekte Alternative wenn man sich zwischen Rock und Hose nicht entscheiden kann! © Getty Images/iStockphoto, SanneBerg, Confident fashion model

Hose oder Rock: dieses Piece kann sich nicht entscheiden

Bei diesem Teil ist der Name Programm: Der Hosenrock wirkt auf den ersten Blick wie ein Rock, ist aber eigentlich eine Hose. Der Effekt entsteht durch den besonderen Cut, nämlich den extrem weit geschnittenen Beinen.

Feminin und doch praktisch: Das ist der Hosenrock

Seine Erfindung hat er recht pragmatischen Umständen zu verdanken. Um 1900 suchten Rad fahrende Ladys nach einer femininen Beinbekleidung, die ihr damals sehr angesagtes Hobby unterstützen. Röcke erwiesen sich hier als sehr unpraktisch. Man wollte aber nicht auf den damenhaften Look verzichten, denn Hosen waren zu der Zeit auch für Fashion begeisterte Frauen absolut tabu. Geboren war der Hosenrock! Bis zum Ersten Weltkrieg war die Rockalternative vor allem für das Ausüben von sportlichen Aktivitäten populär.

In den 1960er-Jahren erlebte der Hosenrock dann sein erstes Fashion-Revival, bevor sich die Girls der Seventies emanzipierten und in Hosen auf die Straße gingen. Bis in die 90er hinein sah man ihn vereinzelt, sein großes Fashion-Comeback gelang dem Hosenrock jedoch in den 2010ern vorrangig in der Sommermode. Als luftige leichte Alternative zum kurzen Rock, einfarbig oder mit Muster, gehört er zu den Favorites der Saison. Auffällig ist der hohe Bund. Auch in der festen Verbindung mit einem Spaghetti- oder trägerlosen Top, also als Jumpsuit, findet er sich in vielen Kleiderschränken. Aber ebenso das dreiviertel beziehungsweise lange Modell des Hosenrocks wird wieder auf den Catwalks gespotted. Unter dem Namen Culotte löst sie Begeisterungsstürme bei den Ladys aus, die gerne bequeme Hosen tragen, aber trotzdem eine weibliche Silhouette zaubern wollen.

Sie fallen ähnlich wie die angesagten Midi-Glockenröcke, zeigen aber auch: Hier kommt eine taffe Frau, die weiß, was sie will. Die Kombinationsmöglichkeiten von Culottes und Hosenröcken allgemein sind vielfältig. Wichtigste Styling-Regel ist: Je weiter das Piece geschnitten ist, desto schmaler sollte das Oberteil ausfallen. Die Taille wird so akzentuiert. High-Heels strecken die Proportionen und machen den Culotte-Look noch eine Spur heißer.

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