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Fashion Lexikon: Prèt-á-porter

Model trägt Prêt-à-porter auf der Straße
Prêt-à-porter bezeichnet Mode, bei der es sich nicht um Einzelstücke handelt und die nicht nur für den Catwalk designed wurde. © Getty Images, cocomtr

Prêt-à-porter – Streetstyle auf dem Catwalk

Der Ausdruck Prêt-à-porter ist Französisch und heißt so viel wie ‚bereit zum Tragen‘. Im Englischen hat sich auch die Übersetzung ‚ready-to-wear‘ etabliert. Die Mode stellt einen Gegenentwurf zur exklusiven Haute Couture dar, die nur als maßgeschneiderte Einzelanfertigung den Catwalk bevölkert und eigentlich mehr Kunst als alltagstaugliche Mode ist.

Prêt-à-porter als das Ende der kunstvollen Schneiderei

Die Idee des Prêt-à-porter kam in den 1950er-Jahren auf und galt in den betuchten Kreisen der Fashion-Liebhaber als das Ende der kunstvollen Schneiderei – denn bis dahin war vom Standard abweichende Mode ein Privileg der Upper Class. Mit Einführung der Mode wurde Designerfashion plötzlich auch dem Mittelstand zugänglich. Urban Fashion, Streetwear und Lifestyle sähen heute ganz anders aus, wenn sich Prêt-à-porter nicht durchgesetzt hätte!

Als fertig zusammengenähte Kleidung wird die Mode in gängigen Standardgrößen verkauft. Einzelstücke gibt es keine, und auch maßgeschneiderte Sonderanfertigungen gehören nicht zum Konzept. Im Grunde gehört also ein Großteil des Angebots in Modeläden und Shoppingmalls dazu. Trotzdem ist Prêt-à-porter-Fashion nicht immer gleich Massenware von der Stange: Je nach Label kann die Auflage eines Modells stark limitiert sein. Gerade die großen Modehäuser aus Paris, London oder Mailand sind weiterhin bemüht, ihr Image von Exklusivität und Luxus auch in diesem Segment zu erhalten. So kommt es, dass vom einfachen Logo-Shirt bis zur aufwendigen Abendrobe so ziemlich alles als Prêt-à-porter-Mode erhältlich ist – mit einer entsprechend großen Preisspanne natürlich.

Einzigartig und Stylisch dank der Prêt-à-porter-Fashion


Da Prêt-à-porter-Fashion einen Großteil des Umsatzes der Modebranche ausmacht, wird ihr auf Fashionweeks und Modenschauen entsprechend große Aufmerksamkeit gewidmet – für Fashionistas eine klasse Gelegenheit, neue Trends auszuchecken und den Style für die kommende Saison zu planen. Das Schöne an der Mode ist: Obwohl es keine Unikate gibt, sind doch unzählbar viele Styles und Designs auf dem Markt. Und damit ist es dann gar nicht mehr so schwer, am Ende doch einen ganz eigenen einzigartigen Look zu kreieren – ein Hoch auf die Erfindung!

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