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Fashion Lexikon: Stola

Dänische Königin Margrethe II. trägt eine Stola aus Fell
Zu besonderen Anlässen und einem festlichen Abendkleid kann die Stola elegant über die Schultern gelegt werden. © picture alliance / dpa, Albert Nieboer, sab

Stola – bedeckte Schultern für einen verführerischen Look

Eine Stola ist ein breites, nicht zu kurzes Tuch, das locker über Schultern und Armen getragen wird. Sie passt zu festlichen Abendkleidern und wirkt etwas verspielter als beispielsweise ein Bolero. Je nach Stil besteht sie entweder aus glänzendem Satin, luftigem Chiffon oder auch aus edler Seide. Da sie im Allgemeinen keinerlei Befestigung hat, wird sie zur Stabilisierung leicht zwischen Armbeuge und Taille eingeklemmt.

Die Stola als Zeichen für Rang und Wohlstand

In der Antike war die Stola noch ein bodenlanges Überkleid für die damals übliche Tunika. Der untere Saum schloss mit edlen Verzierungen aus Leder oder Pelz ab. Die Stola erfüllte nicht nur einen modischen Zweck: Da sie den ganzen Körper bedeckte und auch aus dichten Stoffen gewebt sein konnte, diente sie auch als wärmender Schutz vor Wind und Wetter. Nur wohlhabende Frauen konnten sich eine Stola leisten, denn sie galt als Zeichen für Rang und Wohlstand. Obwohl die heutige Stola nur noch die Schultern bedeckt und viel kleiner ist als ihre antike Vorgängerin, haben beide das locker am Körper herabfallende Design gemeinsam. Eine ganz andere Variante ieser stellt übrigens der lange Stoffschal geistlicher Würdenträger dar: Er steht je nach Trageweise für bestimmte kirchliche Ränge und kommt vor allem bei feierlichen Zeremonien und Gottesdiensten zum Einsatz.

Die Stola ist ein sehr klassisches und feminines Kleidungsstück. Sie wirkt verführerisch, denn obwohl sie bedeckt, lenkt sie doch gleichzeitig den Blick auf Schultern, Hals und Dekolleté. Transparente Stoffe wie Chiffon oder Organza intensivieren diesen Effekt noch. Eine besonders exklusive Variante ist die weiche Pelzstola. Sie wird vor allem zu classy Looks getragen und bedeckt je nach Design entweder nur die obere Schulterpartie oder zusätzlich auch Brust und einen Teil der Taille. Gerade echten Pelzstolas haftet jedoch der schlechte Ruf der Pelztierzucht an, weshalb immer mehr mode- und verantwortungsbewusste Fashionistas einen hochwertigen Webpelz bevorzugen.

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