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Fashion Lexikon: Stretch

Frau stretcht sich vor Workout
Stoffe aus Stretch passen sich der Körperform an und sorgen für ein bequemes Tragegefühl. © Getty Images, Neustockimages

Stretch – flexible Stoffe für hautenge Styles

Der Begriff Stretch wird für Stoffe angewendet, die mehr oder weniger stark dehnbar sind. Dank dieser Eigenschaft passen sie sich der Körperform und den Bewegungen flexibel an. Der Name der elastischen Textilien ist selbsterklärend: Übersetzt bedeutet das englische Wort „stretch“ „ausdehnen“ oder „strecken“. Stretch bezeichnet jedoch nicht eine einzelne Art von Stoff, sondern kann auf alle dehnbaren, elastischen Textilien angewendet werden.

So viel Geschichte steckt im Stretch

Möglich machte den textilen Stretch-Effekt die Entdeckung der Nylonfaser. Im Labor des US-amerikanischen Chemiekonzerns DuPont entwickelten Wissenschaftler in den 1960er-Jahren diese weltweit erste Kunstfaser, die unter anderem als Grundstoff für die ersten synthetischen Damenfeinstrümpfe diente.

Schon bald eroberten elastische Kunstfasern wie Lycra oder Elasthan auch die übrige Modewelt. Mischgewebe aus Synthetik- und Naturfasern ergaben herrlich anpassungsfähige Stoffe mit hohem Tragekomfort. Vor allem die Dessous-Fashion profitierte vom Stretch. Entstand bisher der Stützeffekt von Miedern und BHs durch Stäbchen und Federn, konnten Stretchtextilien diesen aufwendigen Aufbau nun beinahe vollständig ersetzen. Das Ergebnis waren bequeme und doch verführerische Dessous, die zum Beispiel mit deutlich weniger Material auskamen. Einen ähnlich durchschlagenden Erfolg feierte Stretch in der Sport-Fashion: Innerhalb weniger Jahre wandelte sich der Look sportlicher Outfits grundlegend. Mitte der 1960er-Jahre bestanden zum Beispiel beinahe 90 Prozent der Bademodenoutfits aus Stretchmaterial.

Stretch ist nicht mehr wegzudenken

Es lässt sich nicht leugnen – der Stretcheffekt hat die Mode revolutioniert und bis heute erfreuen sich elastische Textilien ungebrochen großer Beliebtheit. Von der Mütze bis zur Socke – es ist einfach überall! Stylishe Fashionlooks kommen ohne elastische Stoffe nicht mehr aus. Leggins können auf den Stretcheffekt ebenso wenig verzichten wie Tank Tops oder sexy Minikleider. Überall dort, wo ein körpernaher Look gefragt ist, kommt Stretch zum Einsatz, denn seine Anpassungsfähigkeit macht das Outfit zum bequemen Lieblingsstyle. Es gilt allerdings: Die meisten Pieces profitieren von einem moderaten Stretchanteil. Stattdessen ist Qualität gefragt, denn nur hochwertig produzierte Stretch-Styles sehen wirklich gut aus. Sind beim Dehnen des Stoffes hingegen mit bloßem Auge einzelne glänzende Elastikfasern zu sehen, sollte das Teil besser im Laden bleiben.

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