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Fashion Lexikon: Tweed

Retro-Tweed-Jacke in beige
Von wegen altbacken - Kleidung aus Tweed ist auch heute noch modern. © Getty Images, marcoventuriniautieri

Very British: Tweed

Großbritannien und Mode – das sind zwei tolle Dinge, die ganz fest zusammengehören. Einige der größten Designer und Models kommen aus der britischen Metropole. Und ganz ehrlich: Wenn es eine Brutstätte für die besten Trends aller Zeiten gibt, dann ist das London.

Daher stammt der Begriff „Tweed"

Mit dem Tweed kommt ein wahnsinnig interessanter Stoff direkt von der Insel. Auch wenn es noch immer Menschen gibt, die behaupten, dass das Gewebe seinen Namen von dem schottischen Fluss „Tweed“ erhalten habe, ist diese Begriffsgeschichte nicht ganz richtig. Vielmehr lässt sich das Wort auf den schottischen Begriff „Tweel“ zurückführen, was eine Webart bezeichnet, die im Deutschen als Zwillich bekannt ist. Dieses Wort gibt dann schon einen wichtigen Hinweis auf dessen Herstellung: Das Gewebe wird aus zwei Fäden gewebt.

Ursprünglich war dieser ein robuster Stoff, der von den Bauern der schottischen Highlands aus der Wolle ihrer Schafe gesponnen wurde. Eingestreute Noppen aus grauem Wollgarn gaben dem Tweed eine interessante Oberflächenstruktur. International bekannt wurde dieser als karierter Stoff, aus dem die weltberühmten Schottenröcke gefertigt werden. Einfache Stoffbahnen wurden tagsüber mit einer Kordel um die Hüften gebunden wurden und nachts als angenehm warme Decke benutzt. Der berühmteste Tweed ist der Harris-Tweed, der schon Anfang des 20. Jahrhunderts von schottischen Bauern an Reisende verkauft wurde und schon bald immer mehr Anhänger gewann. Diese Sorte erkennen Fashion-Liebhaber an dem Gütesiegel „Harris Tweed“, das einen handgewebten, echten Tweedstoff garantiert. Man sagt, ein Stück Harris-Tweed halte ein ganzes Leben lang.

Tweed ist nicht nur traditionsreich, sondern in erster Linie cool. Ein Kostüm daraus ist der Renner für alle, die im Büro mit dem typisch britischen Stilbewusstsein auffallen wollen. Röcke aus diesem Stoff können richtig posh aussehen, wenn sie mit einer zarten Bluse kombiniert werden. Und eine Hose steht nicht nur Dandys gut, sondern vor allem auch Frauen, die sich gern classy zeigen.

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