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Fashion Lexikon: Wickelkleid / Wickelbluse / Wickelrock

Amber Heard posiert im Wickelkleid mit floralem Muster
Wickelkleider und Wickelröcke werden um den Körper gewickelt und mit einem Knoten befestigt. Dieser Look schmeichelt der Figur und betont Kurven an den richtigen Stellen. © picture alliance / AP Photo, Joel Ryan, JR

Wickelkleid, Wickelbluse, Wickelrock – lässige Fashion zum Umbinden

Wickelkleider, -blusen und -röcke zeichnen sich durch ein ihnen gemeinsames Hauptmerkmal aus: Sie werden nicht mit Reißverschlüssen oder Knopfleisten geschlossen, sondern um den Körper gewickelt und verknotet oder anderweitig befestigt. Typischerweise entsteht dabei ein mehr oder weniger tiefer V-Ausschnitt. Die übereinanderliegenden Schichten schaffen einen stylishen Look und lockern das Outfit optisch auf. Geeignete Stoffe für ein Wickeloutfit sind feine Baumwoll- oder Mischgewebe – zu feste oder dicke Textilien tragen beim Wickeln nur unnötig auf.

Der Wickelrock als Ursprung des Modetrends

Als Ursprungsdesign der Wickel-Fashion kann der Wickelrock angesehen werden. Bereits im dritten vorchristlichen Jahrtausend diente ein simples Stück Stoff Männern und Frauen als Kleidung. Das Konzept des Wickelrocks hat sich seitdem weltweit bewährt: Auf allen Kontinenten sind Varianten von Wickelröcken und -kleidern vertreten. Traditionelle Klassiker sind zum Beispiel der schottische Kilt sowie der südasiatische Sarong.

Das Wickelkleid als Influencer

Etwas ausgefeilter als das Design des schlichten Wickelrocks wirkt der Schnitt des figurbetonten Wickelkleids. Es ist wie ein leichter Mantel zum Hineinschlüpfen konzipiert. Der Stoff der Rock- und Taillenpartie ist jedoch länger und wird über Kreuz gewickelt und verknotet. Entworfen wurde das Wickelkleid 1973 von der amerikanisch-belgischen Designerin Diane von Fürstenberg.

Es beeinflusste mit seinem neuartigen Design die Kleidermode so maßgeblich, dass das Metropolitan Museum of Art in New York ein frühes Exemplar dieses Kleiderstils in seinen Hallen ausstellt.

Wickelblusen sorgen für einen femininen Stil

Wickelblusen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Wickelkleider, bei einigen Modellen sind die Wickelbahnen jedoch bereits am Saum festgenäht. Zur Fixierung der schrägen Saumkanten kommen gelegentlich auch Klettverschlüsse zum Einsatz – ein etwas zu tiefer Einblick ist dank der diagonalen Wickeltechnik nämlich sonst schnell gewährt. Beiden Kleidungsstücken ist ihr taillenbetontes Design gemein. Fashionistas lieben sie für einen femininen Style mit lässig-lockerem Touch. Während Wickelröcke eher der ungezwungenen Casualwear angehören, eignen sich Wickelblusen und -kleider auch für legere Business-Looks oder ein zwangloses Abendoutfit. Perfekter Eyecatcher: das figurbetonte Wickelkleid mit auffälligem Print-Design.

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