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Fashion Lexikon: Wolle

Wolle und Pullover gestapelt
Kleidung aus Wolle ist perfekt, wenn es mal wieder kalt draußen wird. © Getty Images/iStockphoto, NadinPanina

Wolle – tierisches Textil für kuschelige Strick-Styles

Als Wolle wird in der Textilverarbeitung aus dem Fell von Tieren gewonnenes Garn bezeichnet. Verwendung findet vor allem das Fell von Schafen, da sie in großen Teilen der Welt gezüchtet und gehalten werden.

Daher kommt die Wolle

Tierfell besteht normalerweise aus zwei Arten von Haar. Das Deckhaar ist kräftig und definiert die Fellfarbe, die darunter liegende Wolle dient hauptsächlich der Wärmeregulierung. Zweimal im Jahr vollziehen die meisten Tiere einen Fellwechsel, bei dem sie jahreszeitenabhängig ein dünnes Sommerfell oder ein durch dichte Unterwolle verstärktes Winterfell entwickeln.
Hausschafrassen wurden Deckhaar und Fellwechsel im Laufe der Jahrhunderte weggezüchtet, sodass ihnen das ganze Jahr über Unterwolle wächst, welche dann durch Scheren entfernt wird. Die so gewonnene Schafwolle wird anschließend gesäubert, gekämmt und zu Garn versponnen. Daneben eignet sich auch das Haar von Kamelen, Lamas, Alpakas, Kaschmir- und Angoraziegen oder -kaninchen zum Spinnen. Besonders Kaschmir- und Angorawolle, aber auch Merinoschafwolle, fühlen sich seidig-weich an und gelten daher als sehr edle Wollarten. Woll-Fashion bringt vor allem Pieces für die Oberbekleidung hervor. Pullover, Strickjacken, Kleider, aber auch Mützen, Schals und Mäntel werden aus Wolle oder mit Wollanteil gestrickt und gewebt.

Wolle hat besondere Eigenschaften

Bereits seit über 5000 Jahren verwendet der Mensch Wolle zur Herstellung von Textilien. Trotz der Konkurrenz durch Baumwolle und Kunstfasermaterialien spielt sie auf den internationalen Catwalks nach wie vor eine wichtige Rolle. Kein Wunder, denn als echtes Naturprodukt verfügt Wolle über erstaunliche Eigenschaften: Sie hält mega warm, hat eine natürliche wasser- und schmutzabweisende Oberfläche und nimmt Gerüche nicht so leicht an. Außerdem ist sie knitterfest und farbbeständig. Allerdings neigt sie auch zum Pilling, bildet also Fusseln, und kann sich je nach Qualität etwas kratzig auf der Haut anfühlen. Klassische Beispiele für Wolltextilien sind Tweed und Loden. Im Gegensatz zur kuscheligen Strickware werden sie aus feinem Wollgarn gewoben und erhalten so eine feste, ebene Oberfläche. Ein Woll-Piece mindestens gehört auf jeden Fall in den Kleiderschrank einer jeden Fashionista.

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