Dienstags 22:15

Goodbye Deutschland

Goodbye Deutschland: Rainer Hückels Reise in die Vergangenheit

Rainer will seinem Sohn Mut machen

Rainer Hückels hat seinen Auswanderertraum in Florida wahr gemacht. Er ist erfolgreicher Geschäftsmann und alleinerziehender Vater. Seit dem Tod seiner Frau kümmert er sich allein um Sohn Leon - ein echtes Sorgenkind. Leon überlegt, die High-School zu schmeißen und das kurz vor dem Abschluss. Rainer muss eine fundamentale Entscheidung treffen und nimmt ihn auf eine Reise in seine düstere Vergangenheit mit. Er will seinem Sohn zeigen, was man alles schaffen kann.

Schwere Reise in die Vergangenheit

Rainer Hückels macht sich mit seinem Sohn auf in die eigene Vergangenheit. Nach Deutschland. Er wurde als Kleinkind von seiner Mutter zur Adoption freigegeben und seine neuen Eltern kümmerten sich zunächst sehr liebevoll um ihn. Doch dann wendete sich das Blatt. Beide Eltern waren schwer alkoholsüchtig, der Vater dazu noch gewalttätig. "Er hat meine Mutter ständig verprügelt. Blutergüsse überall. Wir haben in der Wohnung immer gewartet bis wir sein Auto gesehen haben und dann haben wir uns im Hundezwinger eingeschlossen, damit er uns nicht kriegt. Ich hatte nur Panik und hab geheult." An einem Abend eskaliert die Situation. Der Vater greift sich eine Petroleumlampe und wirft diese in den Zwinger, der mit Stroh bedeckt ist. Sofort breitet sich Feuer aus, doch Rainer kann sich im letzten Moment befreien.

"Ab dem Moment habe ich nur noch Hass empfunden", erinnert sich Rainer. Er rutscht in die Kriminalität ab und kommt ins Heim. Auch wenn er es zu dem Zeitpunkt nicht wahrhaben will - es ist seine Rettung. Genau dieses Heim besucht er jetzt mit seinem Sohn Leon, denn dort hat er den Weg zu sich selbst gefunden. Der Anfang war schwer: "Ich war übergewichtig, sah sehr feminin aus, hatte dreckige Klamotten und die anderen Kinder sind natürlich direkt auf mich los. Wie so ein Rudel Wölfe. Ich habe gedacht, da kommst du nicht mehr lebend raus."

Genau in dieser Situation fand er die Stärke in sich selbst, erinnert sich Rainer von Tränen überwältigt. Schon mit 15 Jahren musste er erwachsen werden: "Hier holt dich keiner raus. Der einzige, der mich hier raubekommt, bin ich. Ich muss lernen, klar zu kommen." Rainer gelingt das Kunststück: Er kriegt die Kurve, wird in Ruhe gelassen, findet sogar Freunde.Einer seiner Erzieher hatte damals schon eine Ahnung von der Zukunft seines Schützlings: "Rainer, wenn du deine kriminellen Ideen in vernünftige Bahnen lenkst, kannst du etwas aus dir machen."

Rainer hat gelernt sich durchzusetzen. Er hat geheiratet und ist als Unternehmer erfolgreich. Doch inzwischen ist er dankbar für seinen Aufenthalt im Heim. "Das war meine Rettung." Rainer hat es geschafft, doch hat auch Leon seine Lektion gelernt und will er nun doch noch einen Abschluss machen?

Die ganze Reise in die Vergangenheit ist natürlich auch bei TV NOW zu sehen.

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