Showtime of my Life - Stars gegen Krebs

„Jetzt stoppt die ganze Welt und alles bleibt stehen“

Showtime of my Life – Stars gegen Krebs: Guido Maria Kretschmer über seine eigenen Erfahrungen mit Krebs

"Wenn du dich ausziehst, kannst du dein Leben retten"
"Wenn du dich ausziehst, kannst du dein Leben retten" Guido Maria Kretschmer über #StarsgegenKrebs 00:45

„Eine der intimsten Shows“, die Guido Maria Kretschmer je gemacht hat

Auf die Vorsorge von Brust-, Prostata- und Hodenkrebs aufmerksam machen und so Leben retten – das ist das Ziel von „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“. Dafür gehen 16 Promis, die in der Vergangenheit selbst oder im engsten Freundes- und Familienkreis mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wurden, bis zum Äußersten und lassen die Hüllen fallen. Ihre Botschaft: Wenn wir uns vor einem Millionenpublikum ausziehen, könnt ihr das vor eurem Arzt erst recht! Gecoacht werden die Damen von Motsi Mabuse, die Herren von Joachim Llambi. VOX begleitet diese emotionale Reise vom ersten Kennenlernen der Promis über ihre berührenden Geschichten bis hin zur großen Show-Performance vor Familie und Freunden*. Und kein Geringerer als „Shopping Queen“-Liebling und „DKMS LIFE“-Botschafter Guido Maria Kretschmer ist der Gastgeber dieser emotionalen Show.

Im Video oben verrät er, warum „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ für ihn eine so große Herzensangelegenheit ist und welche Botschaft er jedem einzelnen Zuschauer mit auf den Weg geben möchte. „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ beginnt bei VOX am Montag, 1. Februar 2021 um 20:15 Uhr mit der „Ladies Night“. Am Dienstag, 2. Februar folgt dann ebenfalls um 20:15 Uhr die „Men’s Night“.

„Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“

„‚Showtime of my Life – Stars gegen Krebs‘ ist die logische Konsequenz aus vielen Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Als meine Mutter an Brustkrebs erkrankte, bekam mein Vater zur gleichen Zeit die Diagnose Leukämie. Vor drei Jahren ist meine allerliebste Freundin an Krebs gestorben. Das habe ich von Anfang bis Ende begleitet und das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, mit diesen sehr persönlichen Worten leitet Gastgeber Guido Maria Kretschmer das neue VOX-Showhighlight ein.

Im folgenden Interview erzählt Guido Maria Kretschmer, warum die Show für ihn so emotional ist, wie er mit der Krebsdiagnose seiner Eltern umgegangen ist und was Vergänglichkeit für ihn bedeutet. Außerdem spricht er über Krebsvorsorge und darüber, ob er sich eigentlich auch selbst entblättert hätte.

Ehrlich & intim: Guido Maria Kretschmer im Interview

Was macht „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ so besonders?

„Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ ist eine wichtige Sendung, die Leben retten kann. So etwas hat es in der Form noch nie im deutschen Fernsehen gegeben und war meiner Meinung nach längst überfällig. Zum einen zeigt man sich solidarisch mit den Menschen, die erkrankt sind und zum anderen macht die Sendung auf Krebsvorsorge aufmerksam. Es ist ein riesen Geschenk, dass ich die Show moderieren darf.

Wie hat „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ Sie persönlich berührt?

Die Show hat mich sehr berührt. Ich würde sagen, es ist eine der intimsten Sendungen, die ich jemals gemacht habe. „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ ist wirklich ohne Netz und doppelten Boden. Wir alle – der Sender, die Produktionsfirma und ich – wussten vorher nicht, wie es wird. Am Anfang dachten wir ja sogar, wir bekommen nicht mal Promis, die mitmachen. Und dann haben wir während des Drehs Dinge erlebt, die wir vorher nie gedacht hätten und es ist eine große Intimität entstanden. Ich glaube, die Promis werden auch nach der Show weiter eine Verbindung haben. Es ist für mich wirklich erstaunlich gewesen, wie unterschiedliche Menschen so schnell als Gruppe zusammenwachsen können, wenn sie etwas Gutes vorhaben. Das zeigt auch, was Freundschaft für ein großes Geschenk ist. Viele der Promis sind Freunde geworden und haben eine sehr enge Verbindung zu mir aufgebaut.

In wie weit unterscheidet sich die Folge der Damen von der Show mit den Herren?

Es unterscheidet sich einiges: Die Männer werden am Ende komplett nackt auf der Bühne stehen. Die Frauen sind oben ohne, aber unten noch bedeckt. Ich finde es sehr mutig und bewundernswert, dass die Promis sich für den guten Zweck so zeigen. Was die Männer und Frauen verbindet, ist die Intention, weshalb sie an der Sendung teilnehmen. Das hat bei allen ja auch sehr persönliche Hintergründe. Und auch weil Nacktheit so etwas Persönliches ist, hat dieser Moment auch bei den 16 verschiedenen Promis 16 verschiedene Facetten – das fand ich sehr interessant. Alle hatten natürlich auch ein bisschen die Sorge, ob man das alles hinbekommt, ob es gut ankommt und dass die Leute hoffentlich verstehen, was man damit ausdrücken möchte. Das ist etwas sehr menschliches und ich finde, dass alle Teilnehmer diese Herausforderung wunderbar gemeistert haben. Ich bin sehr stolz auf jeden einzelnen.

Ihre Eltern waren beide an Krebs erkrankt – wie sind sie als Familie damit umgegangen und was macht so eine Diagnose mit einem selbst?

Diese Diagnosen kamen fast zeitgleich und haben bei uns natürlich ziemlich eingeschlagen. Und wie bei jeder anderen Familie auch, haben wir erstmal blankes Entsetzen und Angst gespürt. Es war einfach fürchterlich. Man denkt: „Jetzt stoppt die ganze Welt und alles bleibt stehen.“ Aber ich finde, meine Eltern haben das zusammen extrem gut hinbekommen, weil sie eine große Liebe verbindet. Ich habe aus dieser Zeit gelernt, dass man so eine Situation besser durchstehen kann, wenn man eine sehr enge Beziehung zueinander hat. Das haben meine Eltern auf jeden Fall gezeigt und wir hatten auch noch das große Glück, dass es bei beiden gut ausgegangen ist. Das hat mich auch gelehrt, dass es immer Hoffnung gibt.

Wenn man schon oft in seinem Leben mit dieser tückischen Krankheit konfrontiert wurde, denkt man dann anders oder öfter über das Leben bzw. den Tod nach?

Auf jeden Fall! Je älter man wird, desto mehr klopft die Vergänglichkeit an die eigene Haustür. Das Leben hält eben immer den Konjunktiv bereit: Alles könnte passieren. Wenn man einen Menschen verliert, ist man dem Leben immer böse, dass so etwas passieren konnte und man ist nicht mehr der Mensch, der man vorher war. Ich bin zum Beispiel nicht mehr der Guido, der ich vor dem Verlust meiner besten Freundin war. Das hat mein Leben verändert. Und deswegen bin ich auch bei „Showtime of my Life – Stars gegen Krebs“ dabei. Ich möchte nicht, dass andere so etwas erleben müssen und Menschen verlieren, die so gesehen noch nicht dran waren.

Gehen Sie regelmäßig zur Krebsvorsorge?

Ja, ich gehe regelmäßig zum Check-up. Ich weiß aber auch, wie schwer es ist, sich dazu zu überwinden. Ich mache das also genauso ungern wie bestimmt viele andere auch. Wenn man hingeht, kann man ja auch etwas entdecken – dieser Gedanke schwingt immer mit. Ich finde es auch nicht angenehm, untersucht zu werden. Wenn dann aber alles in Ordnung ist, fühlt es sich an wie ein Damoklesschwert, das an einem vorbeigeschwungen wird.

Wären Sie so mutig wie die 16 Stars und würden sich für die Show entblättern?

Ich glaube nicht. (lacht) Vermutlich wäre ich wirklich zu schambehaftet. Jetzt muss man aber auch sagen, dass ich gar nicht die Zeit dafür hätte, so eine Choreografie zu lernen. Aber im Ernst: Ich bin sehr stolz, dass die anderen Promis es machen und das sage ich ihnen auch immer wieder.


*Alle Teilnehmer wurden vorab negativ auf das Coronavirus getestet.


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