: auto mobil: So langsam wird der Führerschein unerschwinglich

Die Kosten des Führerscheins sind für Fahrschüler spürbar höher geworden. Aber woran liegt das? Reporterin Anni Dunkelmann spricht mit Fahrlehrern, Fahrschülern und Verbänden. 

Im Schnitt über 3.000 Euro pro Führerschein

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Laut Statistiken hat sich der Erwerb des Führerscheins in den letzten 5 Jahren um 45% Prozent erhöht. 800.000 Fahrschüler pro Jahr müssen also tiefer in die Tasche greifen. Wir besuchen eine von knapp 10.000 Fahrschulen in Deutschland. Neben den steigenden Miet-, Fahrzeug-, Werkstatt-, Versicherungs- und Lohnkosten treibt laut Fahrschulbesitzer Bashar Hasso vor allem ein Aspekt den Preis des Führerscheins nach oben: die höhere Anzahl der Stunden, die die Fahrschüler heute benötigen.

Bringen Simulatoren die Rettung?

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Ein Vorschlag des Verkehrsministeriums, um Kosten zu senken, ist der Einsatz von Fahrsimulatoren. Bei dieser Variante nehmen die Fahrschüler üblicherweise zwischen 6 und 10 Fahrstunden am Simulator. Eine Stunde kostet die Hälfte von einer normalen Fahrstunde im Auto. So lassen sich um die 180 Euro sparen. Immerhin etwas. 

Dranbleiben ist Pflicht!

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Es gilt für Fahrschüler in jedem Fall, möglichst konsequent das Projekt "Führerschein" durchzuziehen, ohne unnötige Wiederholungsstunden bezahlen zu müssen. 
Kurt Bartels vom Fahrlehrerverband hat noch einen kreativen Vorschlag: Die Politik sollte ermöglichen, Kosten für den Führerschein als erhebliche Belastung von der Einkommenssteuer absetzen zu können. Das wäre doch mal was!