: Goodbye Deutschland: Die traurigste Eröffnung aller Zeiten

Auswanderer Steffen Roeder und seine Frau Hong träumen von einer eigenen Bratwurstbude. Um den Klassiker der deutschen Küche bekannt zu machen, veranstalten sie ein Grill-Event. Doch die Veranstaltung droht, ein Fiasko zu werden. Zur Eröffnung erscheinen genau 0 Gäste. 

Schon der Einkauf auf dem Fleischmarkt sorgt für Streitigkeiten

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Bereits beim gemeinsamen Einkauf mit seiner Frau Hong kommt es zu Unstimmigkeiten auf dem chinesischen Markt zwischen den Ehepartnern. Der 54-Jährige will immer seinen Willen durchsetzen. Das Budget ist knapp und das Ehepaar muss günstig einkaufen. Hong hat Freunde auf dem Markt, wo sie das Fleisch günstiger bekommen könnten. Dort möchte sie einkaufen - auch um ihren Freunden zu helfen, denn das ist in China wichtig. Doch Steffen stellt sich stur und will beim ersten Stand kaufen, den er sieht: "Nein, wir kaufen hier." 

Steffen und seine Frau Hong sind sich nicht einig

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Hong versucht, ihn mit den chinesischen Gepflogenheiten vertraut zu machen: "Nein, ich helfe meinen Freunden, das ist doch okay. Warum bist du so?" Steffen ist überhaupt nicht einsichtig: "Wir müssen jetzt hier einkaufen." Das bringt Hong wiederum in Rage, denn "in China kannst du das nicht so machen". Aber Steffen versteht seine Frau nicht und möchte seinen Willen durchsetzen. 

Für Hong steht fest: "Das ist sehr dumm. Er muss zuhören, warum ist er nicht artig? Wir sind hier in China. Ich bin ich China geboren und ich kenne mich aus. Natürlich sieht Steffen das ganz anders: "Sie kann Privates nicht von Geschäftlichem trennen. Sie trägt das immer mit nach Hause." Doch Hong kann auch versöhnlich und gibt zu: "Er ist schnell gereizt und dann auch mal ein Diktator, aber er ist ein guter Mann. Hat ein gutes Herz."

Für Steffen Roeder geht es um die Wurst

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Doch auf dem Markt wäre Steffen ohne Hong aufgeschmissen, denn er spricht nun mal wenig chinesisch. Er möchte feilschen, obwohl das in China eher unüblich ist. Mithilfe eines Taschenrechners versucht er, mit der Händlerin einen Preis auszumachen. Doch seine Versuche lösen bei Hong und der Marktfrau Heiterkeit aus. Am Ende spart Steffen gerade mal 58 Cent. 

Dabei hätte er allen Grund bescheiden zu sein. Shoppen in China ist für Steffen auch nach Jahren noch eine Herausforderung. Er vermisst nun mal die deutsche Ordnung. Gibt es hier überhaupt die richtigen Gewürze für seine Würste? Und wo soll er die Würste eigentlich herstellen, denn er besitzt weder einen Fleischwolf noch eine Metzgerküche.

Als dann auch noch das erste Event des Ehepaars ein Flop ist, ist kaum noch vorstellbar, dass Steffens Wursttraum in China wirklich wahr wird.