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Das perfekte Dinner

 

Das perfekte Dinner in Lübeck: Jan im kulinarischen Steckbrief

Jan hat eine archaische Ader

Jan ist Koch Nummer 2 in Lübeck. Ninette hat am Vorabend vorgelegt und nun versucht der selbständige Softwareentwickler, ihr Dinner zu übertreffen. Ist es ein Kontrast zu seinem technisierten Beruf, dass er es beim Kochen gerne archaisch mag? Sein Fleisch jedenfalls röstet er am liebsten über dem Lagerfeuer, gepfeffert und mit Whisky übergossen.

Authentizität ist für Jan das 'A und O'

Jan Dinner Lübeck
Jan posiert nur. Meistens kocht er im Freien (Foto: VOX)

Welche Eigenschaften schätzt Du an einem guten Gastgeber?

Eine herzliche Art schätze ich sehr. Außerdem sollte der Abend authentisch gestaltet sein. Egal ob nun ein Essen in familiärer Atmosphäre oder eine Studio-54-Party, die Stimmung muss passen. Ach und natürlich geile Drinks!

Was war dein größter Kochunfall?

Zum Pulled Pork auf meinem ersten Smoker habe ich unsere Trauzeugen eingeladen. Leider dauerte es nicht 16-20 Stunden, wie ich es vorher im Internet recherchiert hatte, sondern 26 Stunden. Nachdem unsere Gäste also ankamen, blieb noch genug Zeit, um mir meinen Kumpel zu schnappen, zum Schlachter zu fahren und ein paar Flanksteaks zu besorgen.

Welche Schwächen hast Du, welche Stärken?

Meine größte Schwäche sind wohl Fahrräder und gute Lebensmittel. Außerdem bin ich total un-pünktlich und chaotisch. Meine größten Stärken sind Fahrräder, gute Lebensmittel, man kann sich auf meine Unpünktlichkeit verlassen und es wird nie langweilig.

Welche drei Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?

Rind, Salz und Whisky. Schade, dass Lagerfeuer kein Lebensmittel ist.

Wieso machst Du beim „perfekten Dinner“ mit?

Ich habe gerne Gäste. Am Schönsten ist es, wenn meine Gäste ihre Sorgen vergessen und sich in den Abend fallen lassen. Ach und wegen des Geldes, mit dem bekoche ich dann noch mehr Gäste!

Was macht für dich ein perfektes Dinner aus?

Tolle Menschen, erstklassige Lebensmittel und ein Ambiente, das zum Thema passt.

Worauf achtest Du besonders, wenn du Gäste hast?

Die Stimmung.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?

Eine große Herausforderung war, einen perfekten Burger zu erschaffen. Buns, Sauce und Belag hatte ich relativ schnell gemeistert. Aber leider wurde das Patty einfach nie so, wie ich es wollte. Meine Frau konnte nach 2-jährigem Experimentieren schon keine Burger mehr sehen und ich hatte eigentlich aufgegeben, als ich zufällig auf das Geheimnis stieß. Jetzt kann ich ihn, den perfekten Burger.

Dein bester Koch-Tipp/-Trick:

“Siri: Timer auf X Minuten!” Niemals die Zeit vergessen.

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das Du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?

Gewürgte Taube im Überraschungsmenü. Die Tiere werden buchstäblich erwürgt und nicht wie sonst ausgeblutet. Daher ist das Fleisch dunkelrot und wahnsinnig geschmackvoll.

Welche Utensilien sind in Deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt? Bitte kurz erläutern.

Eigentlich brauche ich nur ein gutes Messer, einen Mörser und ein Feuer. Alles Weitere ist Luxus. Ich freue mich allerdings immer wieder über meine Peugeot-Pfeffermühlen, das Vakuumiergerät und die Eiswürfelmaschine. Meinen Entsafter benutze ich fast nie. Was ich gar nicht mag, sind diese kleinen Helferchen wie einen Pommesschneider, einen Zwiebelhacker oder diese Dinger, die einen Apfel entkernen und in 6 gleichmäßige Stücke schneiden. Das nimmt dem Kochen und den Lebensmitteln die Seele. 

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