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Das perfekte Dinner

Das perfekte Dinner: Thomas will seine Gäste rundum verwöhnen

Das Wunschmenü in Hamburg: Mit viel Herzlichkeit und Bodenständigkeit kommt Thomas zum "perfekten Dinner"

An Tag eins wird die Hamburger Wunsch-Dinnerwoche von dem 32-jährigen Thomas eröffnet. Für ihn stellt die Teilnahme am "perfekten Dinner" eine Herausforderung dar, die er mit viel Herzlichkeit und Bodenständigkeit meistern möchte. Eins ist schon jetzt sicher: Die übrigen Feinschmecker im Bunde werden sich bei dem sympathischen 32-Jährigen sicherlich besonders wohlfühlen, denn für Thomas steht der Gast stets im Mittelpunkt. Der Hobbykoch bringt also alles mit, was man für einen gelungenen Abend eben so braucht. Fehlt nur noch das passende Menü.

Thomas im kulinarischen Steckbrief

An Tag eins bei "Das perfekte Dinner" in Hamburg freut sich Kandidat Thomas schon darauf, seine Gäste willkommen zu heißen.
Thomas freut sich schon darauf, seine Gäste willkommen zu heißen. (Foto: VOX)

Welche Eigenschaften schätzt Du an einem guten Gastgeber?
Aufmerksamkeit und Herzlichkeit schaffen eine gute Atmosphäre.

Was war dein größter Kochunfall?
Ich bin mal bei der Zubereitung eines Baguettes, das im Ofen vor sich hingarte, eingeschlafen. Danach waren es Briketts und die Wohnung qualmte aus allen Ecken. Ich habe auch schon mal versucht, eine köchelnde Sahnesauce mit Limettensaft zu veredeln, sah natürlich nicht so verlockend aus ;-) Und, ach ja: Eine Hollandaise war auf jeden Fall eher Rührei als Sauce.

Welche Schwächen hast Du, welche Stärken?
Super Frage, ich fange mal mit den Schwächen an. Manchmal kann ich mich schwer entscheiden, das kann schon mal zu Konflikten führen. Auch kann ich bei der Arbeit schon mal unruhig werden, da fehlt mir in gewissen Momenten die Gelassenheit.
Als Stärke würde ich auf meine Empathie setzen. Ich kann mich gut in Personen reinversetzen und habe immer ein offenes Ohr. Außerdem kann ich mir gut Daten und Fakten merken. 

Welche drei Lebensmittel müssen immer vorrätig sein, warum?
Eier – ob Frühstücksei, Spiegelei oder doch einfach als Bindung für Nudelgerichte. Ein Ei passt einfach irgendwie fast überall rein. 
Knoblauch – hebt in meinen Augen den Geschmack, ob Sauce oder auf etwas Überbackenem. Zum Leidwesen anderer esse ich ihn sehr, sehr gerne. 
Nudeln – Kindheit, lecker, schnell, einfach und mit vielen Zutaten kombinierbar, ein Muss.

Wieso machst Du beim „perfekten Dinner“ mit?
Gute Frage, ich schaue die Sendung schon sehr lange und habe mich immer gefragt, wie es wohl hinter den Kulissen aussieht. Da ich sehr gerne koche, auch meistens für 4-5 Personen und sich noch keiner beschwert hat, haben mich aber erst meine Freunde genötigt, mich zu bewerben. Ich dachte, warum nicht für Personen kochen, die du gar nicht kennst. Eine ziemlich große Herausforderung, der ich mich stellen möchte. Ich freu mich, dass es jetzt geklappt hat.

Was macht für dich ein perfektes Dinner aus?
Sicherlich eine gewisse Perfektion, aber das Einfache und Bodenständige hat das Zeug zum perfekten Dinner. Für mich entscheidend ist das Gesamtpaket. Wie ist die Stimmung? Wie ist die Atmosphäre und wie hoch ist die Leidenschaft, das Beste zu geben? Es muss einfach Klick machen.

Worauf achtest Du besonders, wenn Du Gäste hast?
Dass die Gläser immer voll sind und sich jeder wohlfühlt. Nicht zu viel Zeit in der Küche verbringen. Ich stelle mich nicht gerne in den Vordergrund, die Gäste dürfen nicht das Gefühl haben, dass man den Möchtegern-Meisterkoch und Sommelier raushängen lässt.

Was war deine größte kulinarische Herausforderung?
Ein Rinderfilet Wellington. Die Kombination aus Blätterteig, Rind und Pilzmasse ist sehr lecker, aber auch schwierig in der Zubereitung. Durch den Blätterteig gart das Fleisch schwer vorhersehbar, ist die Pilzmasse zu feucht, hat man nur eine Pampe. Und Blätterteig selber machen ist eine Kunst für sich. Ich gestehe, den Teig hatte ich damals gekauft.

Dein bester Koch-Tipp/-Trick:
Tomatenmark zum Röstgemüse beim Herstellen einer Rotweinsauce, erst die Kombination gibt Power und muss nicht stundenlang vor sich hin köcheln. Man kann durchaus in 20 Minuten eine leckere Sauce zaubern. Zur Bindung empfiehlt sich z.B. eine Trockenfrucht wie Datteln, die durch das Mixen eine sämige Sauce ergibt.

Was ist das ungewöhnlichste Gericht, das Du je gegessen hast? Was ist daran bemerkenswert?
Ich habe in Schottland zum Frühstück Haggis gegessen. Ich war selbst überrascht, dass es mir eigentlich ganz gut geschmeckt hatte. Das Haggis ist gewöhnungsbedürftig und bestimmt nicht bei jedem auf dem Frühstückszettel. Ich würde es wieder essen.

Welche Utensilien sind in deiner Küche unverzichtbar? Welche haben sich als Fehlkauf entpuppt? Bitte kurz erläutern.
Also unverzichtbar ist auf alle Fälle der Mixer. Ob Saucen oder Suppen, es ist eine Allzweckwaffe und für mich nicht wegzudenken. Auch das Salatbesteck meiner besten Freundin, das sie aus Fidschi mitgebracht hat, ist ein Muss, es dient auch gerne als Löffel in allen Töpfen. 
Überflüssig und ein absoluter Fehlkauf ist das Spargelschälmesser: stumpf und zeitintensiv. Dann lieber ein bisschen Verschnitt á la Oma mit einem kleinen Messer. Und nicht zu vergessen – ein Topf eines schwedischen Möbelherstellers mit vier Buchstaben, wo der Henkel genauso heiß wird wie der Boden.


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