SONNTAGS | 20:15

Das perfekte Profi Dinner

Das perfekte Profi-Dinner - Spitzenköche unter sich

Die geballte Kochkompetenz

Zusammen haben sie 4 Michelin-Sterne, 67 Punkte im Gault-Millau und geballte Küchenexpertise: Die Spitzenköche Christian Lohse, Ralf Jakumeit, Nelson Müller und Björn Freitag bekochen sich nun erstmals gegenseitig in ganz privater Atmosphäre. Für die Koch-Doku "Das perfekte Profi-Dinner - Spitzenköche unter sich" öffnen sie ihre privaten Wohnungen und lassen die Zuschauer hinter die Kulissen eines Spitzenkochs schauen. An vier echten Männerabenden kocht jeweils ein Profi für seine drei Kollegen und will dabei zeigen, was er am Herd, Ofen oder Sous-vide-Garer drauf hat. Klar, dass da Nervosität mitspielt und alle Spitzenköche die Gaumen der anderen begeistern wollen. Ob ein 30.000 Euro teurer Grill, feinste Patisserie-Kunst oder Götterspeise auf Sterne-Niveau - die Sendung ist gespickt mit Kochtricks und kulinarischen Augenweiden.

Christian Lohse muss als erster an den Herd

Den ersten Abend bestreitet Christian Lohse in seiner kleinen privaten Küche mit Holzmobiliar und wenig Platz. "Der Zuschauer von außen sieht heute einfach mal einen Sternekoch von innen", kündigt der Küchenchef des Berliner Gourmet-Restaurants "Fischers Fritz" gleich zu Beginn an. Und weiter: "Meine drei Kollegen diese Woche haben alle sehr viel um die Ohren. Es geht hier um keine Competition, sondern die sollen sich bei mir einen schönen Abend machen!" Gemeinsam mit seinem Küchenchef Norbert bereitet der 2-Sterne-Koch das Drei-Gänge-Menü für sein "perfektes Profi-Dinner" vor. Bei der Vorbereitung seines Eintopfs erklärt Lohse die am häufigsten falsch verwendeten Begriffe "Panierung" und "Panade". Und er räumt mit einem Irrglauben in der Küche auf: "Pfeffer verbrennt nicht beim Braten, das ist totaler Unsinn!" Für die perfekten Röstaromen kommen die Lauchzwiebeln bei Christian Lohse daher direkt auf das Kochfeld des Herds - ganz ohne Pfanne, die die Hitze nimmt. 


Als Vorspeise will der ehemalige Leibkoch des Sultans von Brunei Onsen-Eier servieren, dazu werden die Eier bei 61 Grad im Ofen gegart. "Mit Lachs, Essig und der Säure wird das ein Highlight! Aber das ist keine Küche für Anfänger. Das ist Hardcore", so der 49-Jährige. Ralf Jakumeit ist begeistert von der Vorspeise: "Das ist das, was wir wollen: Unkompliziert, aber das, was auf den Teller kommt, ist Bombe!" Zum krönenden Abschluss gibt es Götterspeise mit Vanillesauce und Blumendeko. Nelson Müller hat die "mutige" Nachspeise gefallen: "Das Schlimme ist, dass es einfach lecker war. Ich bin schockiert!" Glücklich fasst er den Abend zusammen: "Viele Restaurants sollten sich ein Beispiel an Christian Lohse nehmen. Denn es ist eine Kunst, die Seelen der Menschen wieder gesund zu machen." 

Ralf Jakumeit: Salz und Zucker kommen ihm nicht auf den Teller

"Köche rocken die Welt!", verkündet der Rock'n'Roller unter den Spitzenköchen Ralf Jakumeit an seinem Dinner-Tag. Mit seinem Heiligsten, einem 30.000 Euro teuren multifunktionalen Holzkohlegrill in seinem eigenen Garten, will der "Rocking Chef" seine drei Mitstreiter betören. Gegrillt wird bei ihm das ganze Jahr über, denn seiner Meinung nach gibt es keine Kälte, sondern nur zu wenig Kohle. Doch was wird er den drei Spitzenköchen servieren? "Bei mir wird es heute Gerichte-Klassiker geben, die ich selbst brutal gerne esse: Wiesenkräuter-Bratwürste, Jakobsmuscheln und Kalbstafelspitz."

Klassisch sind seine Gewürze dabei nicht unbedingt, da er Salz und Zucker überhaupt nicht mehr verwendet: "Ich arbeite ausschließlich mit Kokosblütenzucker, den können sogar Diabetiker verwenden. Und ansonsten würze ich mit Ur-Meerwasser, das ist Millionen Jahre alt und wird in 800 Metern Tiefe gefördert. Das ist pumperlgsund!" Ob die ungewöhnliche Gewürzvielfalt des 42-Jährigen seinen Gästen munden wird? 

Nelson Müller: Ein Zwei-Sterne-Koch als Schnippelhilfe

"Wenn da ein Lohse, Jakumeit und Freitag an meinem Tisch sitzen, dann will ich Gas geben und zeigen, was ich kann", so der dritte Gastgeber Nelson Müller über seine Nervosität, für andere Sterneköche kochen zu dürfen. Als jemand, der lange in der Patisserie gearbeitet hat, will er seinen Gästen nicht nur die filigranen Köstlichkeiten der Feinbäckerei näher bringen.

So holt er sich mit Henry Bach kurzerhand einen 2-Sterne-Koch als Schnippelhilfe in die Küche seiner neuen Wohnung, in die er gerade erst umgezogen ist. Auch ein "Burger Inside Out Chakalaka" sowie ein Kartoffeldonut machen seine Kollegen neugierig auf den Dinner-Abend. Die Sauce béarnaise kommt bei Björn Freitag so gut an, dass er den Mund zu voll nimmt und sagt: "Da könnte ich einfach nur den Rachen aufreißen und die Sauce reinfließen lassen." Das lässt sich Nelson Müller nicht zweimal sagen. Björn fasst den Abend satt und glücklich zusammen: "Das war alles durchdacht. Das war lecker und einfach nur wahnsinnig viel Arbeit!" Und Nelson Müller zieht das Fazit: "Das, was ich bin, habe ich versucht auf den Teller zu bringen: viel Schokolade", lacht er. 

Björn Freitag: "Eigenlob stinkt, aber es war echt toll."

"Wenn da ein Lohse, Jakumeit und Freitag an meinem Tisch sitzen, dann will ich Gas geben und zeigen, was ich kann", so der dritte Gastgeber Nelson Müller über seine Nervosität, für andere Sterneköche kochen zu dürfen. Als jemand, der lange in der Patisserie gearbeitet hat, will er seinen Gästen aber nicht nur die filigranen Köstlichkeiten der Feinbäckerei näher bringen. So holt er sich mit Henry Bach kurzerhand einen 2-Sterne-Koch als Schnippelhilfe in die Küche seiner neuen Wohnung, in die er gerade erst umgezogen ist. Auch ein "Burger Inside Out Chakalaka" sowie ein Kartoffeldonut machen seine Kollegen neugierig auf den Dinner-Abend.

Björn Freitag, der von seinen Eltern das Restaurant "Goldener Anker" übernommen hat, will heute Rinderroulade nach dem Rezept seiner Mutter zubereiten – praktischerweise in seiner Wohnung, die direkt über dem Restaurant liegt. "Ich werde nur die Sauce etwas feiner machen, weil ich ja heute ein paar Experten am Tisch sitzen habe." Nach eigener Aussage hat der 43-Jährige ein Händchen für die perfekte Garzeit von Fleisch und Fisch, insofern dürfte heute nichts schiefgehen. Ein Trinkspiel mit Fischstäbchen und Kartoffelsalat bildet den Start für den Abend. Nelson Müller: "Ich hätte es mich nicht getraut, Fischstäbchen als Appetizer zu servieren. Aber das finde ich von ihm schon wieder cool, dass er genau weiß, was uns schmeckt und es uns serviert." Christian Lohse freut sich derweil schon auf die Hauptspeise und die Rinderrouladen: "Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen, ich ertrinke fast." Und auch Björn ist stolz auf seine Gerichte: "Eigenlob stinkt, aber es war echt toll." 

Die Menüs im Überblick:

Christian Lohse, Berlin:
Vorspeise: Onsen-Ei mit Lachs
Hauptspeise: Lohses Eintopf
Nachspeise: Götterspeise mit Vanillesauce

Ralf Jakumeit, Straubing:
Vorspeise: St. Pauli Fischauge
Hauptspeise: Rosa gegrillter Kalbstafelspitz mit Garnelen-Koriander-Chili-Vinaigrette und Sellerie-Espuma
Nachspeise: Feige X-treme

Nelson Müller, Essen:
Menü "Post aus Afrika"
Vorspeise: Jakobsmuscheln mit Zitrusfrüchten
Hauptspeise: Burger Inside Out
Nachspeise: Gefüllte Crêpes

Björn Freitag, Dorsten:
Vorspeise: Hummer-Toast "Exotisch"
Hauptspeise: Rinderroulade "Fort Knox"
Nachspeise: Weißes Schokoladenmousse mit Sanddorneis

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Das perfekte Profi Dinner

"Das perfekte Profi-Dinner" bei VOX

Jetzt sind die Starköche dran! "Das perfekte Profi-Dinner" ist eine Sonderausgabe der beliebten Koch-Doku "Das perfekte Dinner" auf VOX, in der jeweils vier prominente Spitzenköche aufeinandertreffen und sich gegenseitig bekochen. Wie beim klassischen „perfekten Dinner“ auch, veranstaltet jeder der Teilnehmer einen Dinner-Abend im eigenen Heim und stellt dabei für seine Mitstreiter ein individuelles Menü zusammen. Die Profis bewerten sich anschließend zwar nicht gegenseitig – vom persönlichen Ehrgeiz angetrieben, kommt bei ihnen natürlich trotzdem nur das Beste vom Besten auf den Tisch.

"Das perfekte Profi-Dinner" lässt den Zuschauer einen exklusiven Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Starköche werfen. Hier schnippeln, rösten, grillen und flambieren die Kochprofis, was das Zeug hält, um ihre Kollegen am Ende mit einem exklusiven Gourmet-Menü zu beeindrucken. Doch selbst für die Spitzenköche ist der Dinner-Abend keine leichte Aufgabe, denn sie sehen sich diesmal besonders anspruchsvollen und ebenso fachkundigen Gästen gegenüber. Ob ein 30.000 Euro teurer Grill oder Ur-Meerwasser als Gewürz – die Spitzenköche legen sich für ihre prominenten Gäste ordentlich ins Zeug und zaubern mit einigen Profi-Tricks ausgefallene Speisen auf Sterne-Niveau.

Im Januar 2017 haben sich Christian Lohse, Ralf Jakumeit, Nelson Müller und Björn Freitag der Koch-Herausforderung gestellt. Im Herbst 2017 folgten zwei weitere Runden "Das perfekte Profi-Dinner": Zuerst stellten Stefan Marquard, Ali Güngörmüs, Roland Trettl und Maria Groß ihre Küchenexpertise unter Beweis. Danach bekochten sich Arne Anker, Alexander Kumptner, Juan Amador und Meta Hiltebrand gegenseitig.