Dokumentation

Brutal schön - mein optimierter Körper

Brutal schön - mein optimierter Körper © TVNOW / Spiegel TV

Um ihre äußere Schönheit zu verbessern, tun zahlreiche Menschen fast alles: Ganze Industriezweige sind inzwischen darauf ausgerichtet, den körperlichen Verfall zu verlangsamen oder im besten Fall aufzuhalten. Die Dokumentation zeigt einige Frauen und Männer, die ihren Körper immer weiter optimieren möchten und beleuchtet die positiven und negativen Begleiterscheinungen des Trends der optischen Selbstoptimierung.

Plastische Chirurgen dürfen in Deutschland schneiden, spritzen und modellieren wie noch nie, vor allem bei Frauen mittleren Alters: Die durchschnittliche Patientin ist hierzulande 42 Jahre alt. Ganz oben auf der Hitliste der Beauty-Eingriffe steht die Oberlidstraffung, gefolgt von Fettabsaugung und Brustvergrößerung, Nasenkorrektur und Bauchstraffung. Der Gang zum Schönheitschirurgen ist längst gesellschaftsfähig geworden. Prominente und Influencer lassen ihre Fangemeinde sogar an ihrem Weg zur Körperoptimierung teilhaben. Die künstliche Bodymodification fristet kein Nischendasein mehr in aller Heimlichkeit, sondern wird öffentlich in sozialen Netzwerken geteilt.

So bringt die Thüringer Influencerin Jenna Miller ihre Follower vor und nach jedem Eingriff auf den neuesten Stand. "Ich finde nichts dabei, darüber offen zu reden", sagt die 34-Jährige, die bereits eine ganze Reihe von Schönheitskorrekturen hinter sich hat. "Ich teile eben meine Erfahrungen. Und ich mache das nicht für andere, nur für mich!"

So sieht es auch Natalie Bökenkamp. Mit 27 Jahren bekommt sie ihr erstes Baby. Seitdem ist sie mit ihrem Körper extrem unzufrieden. In der Schwangerschaft hat die heute 39-Jährige mehr als 50 Kilo zugenommen - und die Spuren des jahrelangen Übergewichts sind deutlich sichtbar. "Ich gehe kaum noch aus dem Haus, geschweige denn ins Schwimmbad!" Deshalb unterzieht sich Natalie einem so genannten "Mommy Makeover" in Prag, einer Rundum-Operation. Davon verspricht sich Natalie ein neues Lebensgefühl. "Ich will mich endlich wieder zeigen können!"

Die Wiesbadenerin Angela Vollrath, besser bekannt als "Miss Barbie", lernte über die Jahrzehnte die Schattenseiten der Schönheitsindustrie kennen: Nach hunderten Eingriffen leidet die alleinstehende Frau heute unter starken Schmerzen, denn viele stümperhaft durchgeführte OPs fordern ihren Tribut. Vor zwei Jahren starb Angelas Mutter, der ihr am meisten nahestehende Mensch. "Danach begann meine Tortur. Ich bekam dauerhaft Pusteln im Gesicht und meine Nase wurde zu einer offenen Wunde." Viele - auch gut dotierte - TV-Auftritte musste die Hessin deshalb absagen. "Keiner kann sich vorstellen, welche Qualen ich leide. Wenn die ganze Schönheit auf einmal weg ist und man deshalb auch keine Einnahmequelle mehr hat."

Samstag 30.3. um 20:15 Uhr.