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Die Höhle der Löwen 2018: 50.000 Euro Starthilfe von Carsten Maschmeyer für "CURALUNA"

Windel-Sensor ist für den "Löwen" ein Herzensthema

Kein fertiges Produkt, kein Test und ein Prototyp, der bei der Simulation nicht funktioniert – alles zusammen ergibt fünf fassungslose Löwen. Schlechter kann ein Pitch wohl nicht laufen. Dennoch bietet Carsten Maschmeyer den Gründern von "CURALUNA" finanzielle Starthilfe an – und das hat einen ganz persönlichen biografischen Hintergrund.

Pflege ein Stückchen menschlicher und würdiger machen

Dr. Frank Steinmetz und Christoph Hohl haben ein Produkt entwickelt, das Jung und Alt zugutekommen soll: ein Windelsensor, der auf dem Handy Bescheid gibt, wann eine Windel gewechselt werden muss. Innerhalb der Software ist es möglich, mehrere Profile anzulegen, so dass der Windel-Sensor auch für Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten in Frage kommt. Eine tolle Idee! Problem nur: bisher existiert lediglich ein Prototyp – der bei der Miktion-Simulation im Studio versagt – das Patent wurde noch nicht erteilt und es gab noch keine Langzeittest im Alltag, geschweige denn erste Aufträge.

Bewertung auf dem Prinzip Hoffnung?

600.000 Euro Investment erhoffen sich die Gründer und bieten dafür zehn Prozent Firmenanteile. Die "Löwen" können es kaum glauben. Vier Investoren sind direkt raus. Georg Kofler ist empört über diese "derart abenteuerliche" Bewertung. Dagmar Wöhrl sieht diesen Wert ebenfalls nicht und macht den beiden Gründern deutlich, dass man eine Bewertung "nicht auf dem Prinzip Hoffnung" aufbauen kann. Auch Frank Thelen und Ralf Dümmel steigen aus. Mit der hohen Firmenbewertung haben die Gründer auch sie verprellt. Franks und Christophs letzte Chance ist Carsten Maschmeyer - was sagt er zu "CURALUNA"?

"Ich hätte gewollt, dass meine Mutter immer sofort trocken gelegt worden wäre"

"Entweder sind Sie völlig gedankenlos oder gierig bis an die Grenze der Unverschämtheit", erklärt Maschmeyer aufgebracht. "Aber das Thema ist sehr wichtig für viele Millionen Menschen". Seine Mutter, die er sehr geliebt hat, war vor ihrem Tod aufgrund eines Hirnschlags und Genickbruchs sehr lange bettlägerig, erzählt der "Löwe". Er hätte sich gewünscht, dass sie immer frühzeitig trocken gelegt worden wäre. "Deswegen mache ich etwas, obwohl ich sauer auf Sie bin, wie Sie hier auftreten. Also, ich biete ihnen 50.000 Euro. Die setze ich als reines Risikogeld in ihre Firma – die ist noch nicht mal 100.000 Wert im Moment." Er möchte das Produkt zusammen mit den Gründern entwickeln. "Dieses Thema liegt mir aufgrund meiner Biografie am Herzen", so der Investor. Sollte das Patent erteilt werden und die Tests positiv verlaufen, würde er auf 600.000 Euro hochschalten, für 25,1 Prozent. Was für eine Wende!

Den ganzen Pitch aus "Die Höhle der Löwen" gibt's bei TV NOW.