Im norddeutschen Hemmingstedt zeigt ein moderner Pannendienst, wie sich die Arbeit mit Elektrofahrzeugen verändert hat. Spezielle Schutzkleidung wie Hochvolt-Schuhe und isolierende Handschuhe gehören zur Grundausstattung der Mitarbeiter, denn bei Einsätzen an E-Autos steht Sicherheit an erster Stelle.
Die Spezialisten müssen auch mit Bränden zurechtkommen : auto mobil: Ganz schön gefährlich! Pannenhilfe für Elektroautos
Was tun bei brennenden Elektro-Autos?
Besonders beeindruckend ist die sogenannte „Red Box“ – ein wasserdichter Spezialcontainer, der bei beschädigten oder brennenden Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommt. Hintergrund: Wird ein Akku stark beschädigt, kann er sich durch Erschütterungen entzünden. In solchen Fällen dient der Container dazu, das Fahrzeug sicher zu transportieren und im Notfall sogar zu fluten, um Brände zu kontrollieren und giftiges Löschwasser einzudämmen.
Ein ganz neues Jobprofil
Doch nicht jeder Einsatz ist spektakulär. Oft sind es alltägliche Probleme wie ein platter Reifen. Dennoch gibt es auch hier Besonderheiten: Da sich der Akku meist im Unterboden befindet, müssen E-Autos an speziellen Punkten angehoben werden.
Um für solche Situationen gerüstet zu sein, werden Pannenhelfer regelmäßig geschult. Im ADAC-Trainingszentrum lernen sie unter anderem den Umgang mit Diagnosegeräten oder das Notentriegeln von Ladesteckern.
So kommt Hilfe bei komplett leeren Batterien
Auch bei leerem Akku gibt es neue Lösungen: Mobile Hochvolt-Batterien funktionieren wie eine „Powerbank“ und ermöglichen es, liegengebliebene Fahrzeuge wieder zur nächsten Ladesäule zu bringen.
Der Alltag zeigt: Einsätze mit Elektroautos nehmen zu, auch wenn sie aktuell noch überschaubar sind. Die Technik und das Know-how der Pannendienste entwickeln sich jedoch stetig weiter – für eine Zukunft, in der E-Mobilität eine immer größere Rolle spielt.



















